Skispringen: 24-Jähriger springt ins Gelbe Trikot
Freund läuft bei klirrender Kälte heiß
Selbst die klirrende Kälte im Nordosten Finnlands mit teilweise Minus 20 Grad konnte Severin Freund nichts anhaben. Mit zwei Sprüngen auf 134,5 und 135,5 Meter und einer Punktzahl von 266,1 verwies der Bayer den Russen Dmitri Wassiljew (265,4) und den mehrmaligen Schweizer Olympiasieger Simon Ammann (255,7) auf die Plätze.
"Es war ein bisschen Arbeit. Aber wenn man über die 100 Meter weg ist und merkt, man fliegt, dann ist es das pure Vergnügen", schilderte Freund seine Eindrücke im Schneetreiben unweit des Polarkreises. Nach seinem Erfolg vor einer Woche in Lillehammer stand der 24-Jährige zum vierten Mal in seiner Karriere in einem Einzel-Wettbewerb ganz oben auf dem Treppchen.
"Das war ein Super-Wochenende und ein Traumstart in die Saison. Man brauchte heute eine hohe Qualität, die hat Severin gehabt", lobte Bundestrainer Werner Schuster den 24-Jährigen.
In der Tat präsentierte sich das Wetter in Kuusamo einmal mehr als unbeständig. Bei wechselnden Winden zeigte Freund im ersten Durchgang die zweitbeste Leistung, nur Jaka Hvala erzielte eine höhere Wertung. Allerdings stürzte der Slowene im zweiten Durchgang ab und wurde weit nach hinten durchgereicht. Freund dagegen behielt auch beim zweiten Sprung den Durchblick und durfte am Ende jubeln. "Das war typisch Kuusamo. Irgendwo musste man auch Glück haben. Im ersten Durchgang hatte er Bedingungen, da würde der Trainer eigentlich weggehen und sagen, jetzt hatten wir keine Chance. Aber er hat einen fantastischen Sprung gemacht", erklärte Schuster.
Wellinger überzeugt erneut - Wank, Neumayer und Geiger sammeln Punkte
Mit Platz fünf überzeugte auch Andreas Wellinger. Der Youngster bestätigte mit Sprüngen auf 136 und 126,5 Metern sein riesiges Talent. "Es waren zwei super Sprünge. Dass ich im dritten Wettkampf zum zweiten Mal Fünfter werde, hätte ich nie geglaubt", sagte der 17 Jahre junge Oberschüler aus Ruhpolding.
Und eigentlich wäre für die deutschen Adler sogar noch mehr drin gewesen. Denn mit Andreas Wank und Michael Neumayer lagen noch zwei weitere DSV-Springer zur Halbzeit in den Top Ten. Im zweiten Durchgang fielen aber beide zurück, Wank wurde 13. und Neumeyer rutschte sogar auf Rang 19 ab. Richard Freitag als 21. und Karl Geiger auf Platz 26 sprangen ebenfalls in die Punkteränge.
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