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04.11.2012, 18:18

German Open: Favorit unterliegt nach 2:0-Satzführung

Ovtcharovs Sensationscoup gegen Boll

Kronprinz Dimitrij Ovtcharov rüttelt am Tischtennis-Thron der deutschen Nummer 1 Timo Boll. Dieser musste sich dem Olympiadritten im Traumfinale der German Open in Bremen nahezu sensationell mit 2:4 geschlagen geben. Dabei reichte dem Weltranglistenfünften auch eine 2:0-Satzführung nicht.

Dimitrij Ovtcharov gegen Timo Boll
Deutsches Finalduell mit überraschendem Ausgang: Dimitrij Ovtcharov (l.) bezwang Timo Boll.
© picture alliance

Wie schon bei den Olympischen Spielen in London, als er Bronze gewann, stellte Ovtcharov den Rekord-Europameister in den Schatten. Durch den sensationellen Coup machte der gebürtige Ukrainer Bolls Hoffnungen auf einen German-Open-Rekord durch den fünften Triumph beim Heimspiel zunichte.

"Ich kann das noch gar nicht richtig glauben. Bei einem so wichtigen Turnier gegen Timo zu gewinnen, ist etwas ganz Tolles. Natürlich ist solch ein Erfolg vor heimischem Publikum noch viel schöner", sagte Ovtcharov nach seiner erfolgreichen Aufholjagd.

Zunächst schien im ersten German-Open-Finale zwischen zwei einheimischen Spielern seit 49 Jahren alles den erwarteten Gang zu gehen: Der hochfavorisierte Boll hatte schon mit 2:0 Sätzen geführt und den Rekordtitel fest im Visier. Doch der im Weltranking sechs Plätze tiefer notierte Ovtcharov nutzte eine Schwächephase des 31-Jährigen und ließ seinen Freund und Trainingspartner danach nicht mehr ins Match zurückkommen.

Boll: "Dima war in diesem Spiel einfach der Bessere"

"Ein Finale gegen einen Kameraden aus der Nationalmannschaft ist nicht leicht, und ich habe mein Bestes geben. Ich hätte nach drei Jahren auch gerne wieder einmal die German Open gewonnen, aber 'Dima' war in diesem Spiel einfach der Bessere", gratulierte Boll seinem sieben Jahre jüngeren Bezwinger.

Vor dem Turnier hatte der frühere Weltranglistenerste noch mit einem Augenzwinkern seinen Führungsanspruch im deutschen Lager klargestellt: "Nach Olympia wurde ja schon über eine Wachablösung gesprochen. Doch ich habe ja zuletzt schon bei der EM in Dänemark gezeigt, dass ich mich so leicht nicht geschlagen gebe." So unangefochten wie noch vor einigen Jahren ist Bolls Status als Nummer 1 jedoch nicht mehr. Ovtcharov feierte in Bremen seinen insgesamt vierten World-Tour-Titel und darf sich berechtigte Hoffnungen auf eine Rückkehr in die Top 10 machen.

Die 120.400-Dollar-Veranstaltung litt in diesem Jahr allerdings etwas unter der Abwesenheit der chinesischen Weltmeister und Olympiasieger. Im Vorjahr hatte Boll das Endspiel in Dortmund gegen Chinas späteren Einzel-Weltmeister und -Olympiasieger Zhang Jike deutlich verloren.

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