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22.08.2009, 14:49

Deutsche Staffel ausgeschieden - US-Boys disqualifiziert

Kirui gewinnt den Marathon

Alles vorbei für die deutsche 4x100 Meter-Herrenstaffel: Das DLV-Team ist wegen eines Wechselfehlers im Vorlauf am Freitagabend ausgeschieden. Auch das hoch eingeschätzte US-amerikanische Team überstand den Vorlauf nicht. Nach einem Protest der Briten wurden sie wegen Überlaufens der Wechselmarke disqualifiziert. Den Marathon am Nachmittag gewann der Kenianer Abel Kirui in einer erstklassigen Zeit.

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Abel Kirui
Kenias Stolz: Abel Kirui war der Schnellste beim Marathon in Berlin.
© picture alliance Zoomansicht

In 2:06:54 Stunden, der besten Siegerzeit der WM-Geschichte, kam der 27-Jährige nach 42,195 Kilometern am Brandenburger Tor vor seinem Landsmann Emmanuel Mutai (2:07:48) und dem Äthiopier Tsegay Kebede in 2:08:35 ins Ziel. Nicht mit dabei waren Olympiasieger Samuel Wanjiru und Titelverteidiger Luke Kibet (beide Kenia). Es war der dritte Marathon-Triumph der WM-Geschichte seit 1987 für das ostafrikanische Läuferland und zugleich drittes Gold für Kenia in Berlin.

Auch vier deutsche Läufer waren am Start, allerdings hatten sie mit der Medaillenvergabe nichts zu tun. Bester DLV-Läufer war der Chemnitzer André Pollmächer mit einer Zeit von 2:15:36 Stunden, er und seine Mitstreiter wurden frenetisch gefeiert. "Vielen Dank, Berlin! Das war fantastisch. Die Zuschauer haben uns alle nach vorne gepeitscht", sagte der 26 Jahre alte WM-Debütant, der nach toller Aufholjagd auf Rang 18 landete.

Staffelfrust bei Deutschland und USA

Eine herbe Enttäuschung musste die deutsche Herrenstaffel hinnehmen. Beim zweiten Wechsel von Marius Broening (Tübingen) auf Alexander Kosenkow (Wattenscheid) geschah das Unglück - die Startübergabe klappte nicht vor der Wechselmarke. "Ich war konsterniert, geschockt, es hat nicht gepasst", sagte Broening: "Ich hätte mich nicht einmal mehr zur Übergabe nach vorne werfen können. Er war zu weit weg." Kosenkow war sich da nicht so sicher. "Zu früh, zu spät, zu langsam - unsere Biomechaniker werden das auswerten. Unser aller Traum ist geplatzt, dabei haben wir uns super vorbereitet." Schlussläufer Martin Keller (Chemnitz) kam gar nicht mehr zum Einsatz, Startläufer Tobias Unger (Kornwestheim-Ludwigsburg) hatte eine gute Leistung gezeigt, bis das Unglück seinen Lauf nahm.

Marius Broening scheitert bei der Übergabe an Alexander Kosenkow.
So nah und doch so fern: Marius Broening scheitert bei der Übergabe an Alexander Kosenkow.
© picture alliance

Auch das mitfavorisierte US-Quartett patzte bei der Stabübergabe. Zwei Stunden nach dem Rennen wurde die Staffel disqualifiziert: Großbritannien hatte Protest eingelegt. Der letzte Wechsel von Shawn Crawford auf Darvis Patton misslang den US-Boys, die es somit nicht im Finale mit den Favoriten aus Jamaica aufnehmen können.

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