
Überblick: Der SCM kann noch siegen
Minden erkämpft einen Punkt
Am Sonntag standen drei Partien auf dem Programm. Dabei waren die bisher sieglosen Gladiators Magdeburg vor eigenem Publikum gegen Hannover-Burgdorf unter Zugzwang - der erste Sieg musste eingefahren werden. Am Ende klappte das Vorhaben, denn die Magdeburger begannen konzentriert und engagiert, was sich letztlich auch im Resultat widerspiegelte. Bereits zur Pause stand eine 19:13-Führung in der Bördelandhalle für die Gastgeber zu Buche. In der zweiten Hälfte spielte die Mannschaft von Trainer Michael Biegler clever, ließ nichts mehr anbrennen und setzte sich letztlich mit 34:28 (19:13) durch.
4. Spieltag
Die Füchse Berlin bekamen unter der Woche im Pokal beim THW Kiel ihre Grenzen aufgezeigt, in der Liga hatten sie aber mit Frisch Auf Göppingen einen weniger dominanten Gegner zu Gast. Folglich entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Letztlich musste der Gewinner in einer offenen Schlussphase ermittelt werden. In dieser hatte es den Anschein, als würden die Füchse kühleren Kopf bewahren. Nach 54 Minuten führten sie mit 30:27, doch dann drehten die Gäste noch einmal auf und schlugen zurück und entführten die Punkte dank eines 32:31 (14:12) aus der Hauptstadt.
Heiß her ging es im Duell der ostwestfälischen Traditionsklubs Lübbecke und Minden. In der Schlussphase sahen die Gastgeber vier Minuten vor Schluss beim Stand von 23:18 bereits wie der sichere Sieger aus. Doch der TuS gab den Derbyerfolg noch aus der Hand! Minden glich mit fünf Toren in Folge aus, hatte in der Schlusssekunde aber Glück, dass ein Foul an Felixsson nicht mit Siebenmeter geahndet wurde. So feierten am Ende die Mindener, die weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg warten.
Salzer lässt Wetzlar jubeln
Die HSG Wetzlar zeigte sich gut erholt von der zweimaligen Verlängerung und dem Pokal-Aus gegen den VfL Gummersbach. Im Heimspiel gegen Lemgo holte die zuletzt auswärts siegreiche HSG am Freitagabend auch zu Hause zwei Punkte. Gegen den TBV Lemgo, der bisher noch ungeschlagen war, gab es einen knappen 31:30 (16:15)-Sieg. Die Wetzlarer zogen damit mit dem Mudrow-Team gleich. Beide Klubs haben nun nach vier Spielen sechs Punkte auf der Habenseite (6:2). Für Wetzlar ist es der beste Start in seiner mehr als zehnjährigen Erstligageschichte. Im Duell, bei dem besonders die Rückkehr des alten HSG-Coaches Volker Mudrow Brisanz versprach, ging es hoch her. Erst 13 Sekunden vor Spielende stellte der sehr stark spielende Timo Salzer mit seinem zehnten Treffer den Endstand her. Selbst elf Tore des Nationalspielers Michael Kraus konnten die Niederlage Lemgos nicht verhindern.
Gummersbach verliert an der Förde
Am Samstag ging es dann gleich mit dem Spitzenspiel in Kiel weiter. Die Zebras fuhren gegen Gummersbach einen am Ende recht deutlichen 36:29-Sieg ein. Bis zur Halbzeit allerdings hielten die Oberbergischen gut mit und führten nach 30 Minuten sogar mit 14:13. Nachdem in der Vorwoche bereits gegen Aufsteiger TuS N-Lübbecke Punkte gelassen wurden (32:32), setzte es für das Team von Sead Hasanefendic dennoch die erste Saisonpleite vor 10.250 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena.
Zu einem Wiedersehen kam es dabei nicht nur für VfL-Coach Alfred Gislason, sondern auch für Momir Ilic (vier Tore), der vor der Saison ebenfalls die Seiten gewechselt hatte. Kim Andersson war mit sechs Treffern der erfolgreichste THW-Torschütze - Jörg Lützelberger, Viktor Szilagyi und Vedran Zrnic trafen für Gummersbach je fünf Mal. Kiel hält sich durch den vierten Saisonsieg weiter schadlos. Nach anfänglicher Einspielphase scheinen sich die zahlreichen Neuzugänge bei den Zebras immer besser zurechtzufinden, so dass die altbekannte Dominanz der Kieler wieder zur Regel werden könnte.
SG taumelt, fällt aber nicht
Für Aufsteiger Düsseldorf ging es nach dem bitteren 28:32-Pokalaus gegen Zweitligist HC Erlangen um Wiedergutmachung. Gegen die SG Flensburg-Handewitt lieferte die HSG einen packendes Spiel, das bis kurz vor Schluss offen war. Die bisher unbezwungenen Norddeutschen gingen als klarer Favorit in das Duell gegen den Aufsteiger, der aufopferungsvoll kämpfte.
Zur Halbzeit lagen die Rheinländer mit nur einem Tor zurück (10:11). In der zweiten Hälfte führten die Hausherren sogar lange Zeit, ehe das Gäste-Team von Trainer Oscar Carlén dem Spiel im Schlussspurt doch noch seinen Stempel aufdrückte. Nach sechzig Minuten stand es 26:24 für die SG. Auf Seiten der Düsseldorfer, die aus vier Spielen bisher nur einen Zähler einheimsen konnten, war Kedzo am häufigsten erfolgreich (sechs Tore) - Flensburgs Kreisläufer Knudsen traf sieben Mal.
Die Löwen kriegen die Kurve
Die Rhein-Neckar Löwen verbuchten nach ihren jüngsten zwei Niederlagen in Spitzenspielen einen 24:21 (12:11)-Arbeitssieg bei HBW Balingen-Weilstetten. Nach dem zweiten Saisonsieg herrschte bei den Löwen Erleichterung. "Ich bin sehr froh und zufrieden, wir haben verdient gewonnen", sagte Coach Ola Lindgren. Balingen wartet nach der vierten Niederlage in Folge zwar weiter auf den ersten Saisonsieg, bot am Samstagabend aber eine kämpferisch starke Leistung.
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