MSN Sport
03.12.2012, 12:15

RB Leipzig: Auch nach 14 Spielen weiterhin ungeschlagen

Zorniger: "Wir hatten kaum Luft zu atmen"

Haarscharf schrammt der Favorit RB Leipzig gegen Carl Zeiss Jena an der ersten Saisonpleite vorbei. Im Spitzenspiel der Regionalliga Nordost trennten sich die beiden Mannschaften am Sonntag 1:1. Mit seinem zweiten Saisontor sorgte Dominik Kaiser in der 83. Minute dafür, dass der große Meisterschaftsfavorit weiter einsam an der Tabellenspitze seine Kreise zieht. Dem Neuzugang aus Hoffenheim gelang erst in der Schlussphase mit einem Volleyschuss aus 18 Metern gegen starke Jenaer der vielumjubelte 1:1-Endstand.

Alexander Zorniger
"Wir haben neun Punkte Vorsprung": Leipzigs Trainer Alexander Zorniger zieht nach 14 Spielen ein positives Fazit.
© imago Zoomansicht

"Es war bisher unser stärkster Gegner", zollte RB-Coach Alexander Zorniger nach dem Abpfiff den Gästen seinen Respekt. Bereits in der ersten Minute tauchte René Eckardt allein vor dem Gehäuse der Leipziger auf, scheiterte aber an Keeper Fabio Coltorti. Diese Szene war richtungweisend für die kommende Spielzeit. Selbstbewusst mit hoher Laufbereitschaft erspielten sich die Jenaer gute Möglichkeiten und ließen auf der anderen Seite die hochgelobte Offensivabteilung der Leipziger nicht zur Geltung kommen.

"Wir hatten kaum Luft zu atmen und sind so kaum zu Torchancen gekommen", analysierte Zorniger das Gesehene. "Auch aus wenigen Möglichkeiten ein Tor zu machen, zeugt von Qualität", war der Trainer froh, wenigstens einen Zähler gerettet zu haben und zog ein positives Gesamtfazit: "Elf Siege und drei Unentschieden sind eine ausgesprochen positive Bilanz. Schließlich haben wir immer noch neun Punkte Vorsprung."

Sein Gegenüber Petrik Sander war "mächtig stolz" auf seine Mannschaft, die nach der Führung durch den dritten Saisontreffer von Tino Schmidt durchaus Gelegenheiten hatte, diese auszubauen und somit näher an den Ligaprimus heranzurücken.

"Ich glaube nicht, dass RB im neuen Jahr schwächeln wird. Wenn die Leipziger aber patzen sollten, müssen wir da sein", fordert Sander und wird nicht müde, gegen die hohe Erwartungshaltung in Jena anzukämpfen: "Wir haben ein sehr junges Team, das sehr entwicklungsfähig ist. Wir müssen nur die nötige Geduld aufbringen."

Geduld, die man bei RB nicht mehr hat, soll doch am Ende der Saison der Aufstieg in die 3. Liga gelingen. Doch vor dem Rückrundenstart im neuen Jahr steht kommenden Sonntag erst noch der schwere Gang zum Berliner AK an, der seinerseits erst einmal verloren hat.

Guido Schäfer

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