| Vorname: | Joachim |
| Nachname: | Löw |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Deutschland |
Neuer DFB-Sportdirektor vorgestellt
Dutt: "Auf einer Wellenlänge mit Löw"
Es war das erste Telefonat des DFB-Präsidenten nach der EURO, am 2. Juli um 9 Uhr bat Matthias Sammer Wolfgang Niersbach nach sechs Jahren um die Freigabe. "Schweren Herzens" ließ man den Sportdirektor nach München ziehen - und präsentierte, wie geplant, noch vor dem anstehenden Länderspiel gegen Argentinien am 15. August in Frankfurt einen Nachfolger, gerade einmal drei Wochen dauerte die Suche.
Die Wahl fiel schnell auf Robin Dutt, der am 1. April nach nur neun Monaten als Trainer bei Bayer Leverkusen entlassen worden war, zuvor aber bei den Stuttgarter Kickers und dem SC Freiburg einen guten Ruf erworben und besonders mit jungen Spielern erfolgreich gearbeitet hatte. "Wir sind der absoluten Überzeugung, dass wir den absolut richtigen Mann gefunden haben", sagte Niersbach am Mittwoch auf der Vorstellungs-Pressekonferenz. Er erhofft sich von Dutt "neue Impulse".
„ Es kann nicht meine Aufgabe sein, irgendwelche Konzepte infrage zu stellen. “ Robin Dutt
Das Anforderungsprofil war klar umrissen: Ein Fußball-Lehrer mit nötiger Lizenz sollte es sein, einer, der Erfahrung auch im Nachwuchsbereich mitbringt, alles in allem also "einen in der Bundesliga anerkannten Topfachmann", wie es Niersbach formuliert. Dutt war nicht allein auf der Liste, auch Stefan Kuntz, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern, galt als Kandidat.
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Nach drei Wochen Abwägung saß am Mittwoch aber Dutt auf dem Podium, obwohl der seit seiner Entlassung in Leverkusen keinen Gedanken an einen Job beim DFB verschwendet hatte: "Es wäre eine Lüge, wenn ich sagen würde, dass der Anruf keine Überraschung war", blickte der 47-Jährige auf die erste Kontaktaufnahme mit Generalsekretär Helmut Sandrock zurück, konstatierte aber gleichzeitig: "Mit jedem Tag wurde ich heißer auf diesen Job."
Niersbach nennt Sammer "positiv nervig"
Auch mit Bundestrainer Joachim Löw, der den Sammer-Nachfolger als "kompetente Lösung" bezeichnete, habe bereits ein längeres Gespräch stattgefunden, so Dutt. Ergebnis: "Wir haben eine Wellenlänge entdeckt." Es gebe Parallelen, "wie wir uns den Fußball im Endergebnis vorstellen". Mit Sammer, den Niersbach als "positiv nervig" beschrieb, hat sich Dutt dagegen noch nicht unterhalten, will auf dessen Arbeit jedoch aufbauen: "Es kann nicht meine Aufgabe sein, irgendwelche Konzepte infrage zu stellen. Meine Aufgabe kann im Moment nur sein, die Arbeit fortzuführen."
Dutts Aufgabenbereich beim DFB umfasst die gesamte Jugend- und Talentförderung, die Optimierung der Trainerausbildung sowie die Führung und Steuerung der U-Trainer. "Ich empfinde es als unglaublich reizvolle Herausforderung, mit den größten Talenten unseres Landes den Fußball weiter voranzubringen", sagte Dutt. Sein bereits unterzeichneter Vierjahresvertrag tritt am 1. August in Kraft.
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