MSN Sport
05.12.2012, 22:38

Überblick: Galatasaray und Celtic jubeln

Auch Bayern Erster - Chelsea scheitert historisch

Der FC Bayern schnappt sich mit einem souveränen 4:1 gegen Baryssau Platz 1 in der Gruppe vor Valencia, das in Lille siegte. Chelsea hingegen nutzte auch der Kantersieg gegen Nordsjaelland nichts, weil Juventus in Donezk siegte - erstmals scheitert ein Titelverteidiger in der Gruppenphase. Celtic Glasgow jubelt über das Achtelfinale: Die Schotten besiegten Spartak Moskau und Benfica kam nur zu einem 0:0 bei Barcelona, das Messi mit einer Knieverletzung verlor. Auch Galatasaray ist weiter. Die Türken gewannen in Braga und machten Clujs Sieg bei ManUnited bedeutungslos.

Gruppe F: Bayern krallt sich Platz 1 - Rot für Boateng

Vorlagengeber Shaqiri und Torschütze Gomez freuen sich über das 1:0.
Vorlagengeber Shaqiri und Torschütze Gomez freuen sich über das 1:0 für den FC Bayern.
© Getty Images Zoomansicht

Mit einer souveränen Vorstellung sicherte sich der FC Bayern durch einen 4:1-Erfolg gegen Baryssau den Gruppensieg - so wie am Dienstag schon Dortmund und Schalke. Gegen das defensive BATE nutzten die klar überlegenen Münchner ihre erste echte Chance zur Pausenführung. Unmittelbar nach Boatengs Platzverweis bald nach Wiederanpfiff machten die Heynckes-Schützlinge gegen die biederen Weißrussen in Unterzahl alles klar und ließen die Partie gegen die später ebenfalls dezimierten Gäste ausklingen.

Der FC Valencia hat Platz eins verpasst. Die Fledermäuse gewannen beim OSC Lille in einem phasenweise ziemlich langweiligen Spiel dank eines Foulelfmeters mit 1:0, ziehen aber aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs mit dem FC Bayern als Zweiter der Gruppe F ins Achtelfinale ein. Lange Zeit kam die Partie im Grand Stade Lille Metropole eher bescheiden daher, ehe Marko Basa im eigenen Sechzehner zu kräftig gegen Jonas zupackte. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst (36.) und brachte die Iberer so auf die Siegerstraße. Nach dem Seitenwechsel beschränkten sich Gäste nur noch aufs Nötigste, während sich Lille zwar steigerte und auf den Ausgleich drängte. Die Franzosen entwickelten dabei aber zu wenig Durchschlagskraft, so dass es am Ende nicht mehr und nicht weniger war, als ein Arbeitssieg der Spanier. Auf der Gegenseite ist das Abenteuer Europa für den OSC, der auch im vierten Duell gegen Valencia sieglos blieb, damit beendet.


Gruppe E: Aus & vorbei - Titelverteidiger Chelsea ist draußen

Der erste Sieg unter Rafa Benitez, ein Doppelpack für Sorgenkind Torres - und doch herrscht beim FC Chelsea Tristesse pur: Erstmals in der Champions-League-Geschichte ist der Titelverteidiger schon in der Gruppenphase hängengeblieben! Das 6:1 gegen Nordsjaelland war bedeutungslos, weil Schachtar Donezk den für die Blues erforderlichen Heimsieg gegen Juventus Turin verpasste.

In London wurde auch anderweitig CL-Geschichte geschrieben: Drei (Hand-)Elfmeter in einer Hälfte hatte es zuvor noch nicht gegeben - auch wenn nur der zweite wirklich vertretbar war. Nordsjaelland-Kapitän Stokholm vergab den ersten (32.), Hazard auf der Gegenseite den zweiten (35.), ehe David Luiz den Bann vom Punkt brach (39.). Torres erhöhte noch vor der Pause, legte anschließend nach, doch es sollte nicht mehr reichen. Der erste Erfolg für Interimscoach Benitez ("There's only one di Matteo!", sangen die Chelsea-Fans) war ohne Nutzen, beim elften Anlauf scheiterte Chelsea zum ersten Mal in der Vorrunde.

Donezk verweigerte im Parallelspiel der Gruppe E nicht nur Schützenhilfe, sondern verlor am Ende auch noch Platz eins an Juve. Die Turiner, erstmals seit 2008/09 im CL-Achtelfinale vertreten, wären auch schon bei einem Remis weitergewesen, ein Kucher-Eigentor brachte aber sogar einen 1:0-Auswärtssieg - auch wenn Vorlagengeber Lichtsteiner hauchdünn im Abseits gestanden hatte (56.). Vor der Pause taten sich beide Teams kaum weh, Donezks Anfangsdruck verpuffte schnell. Erst nach dem Rückstand bäumten sich die Ukrainer, die auf den gesperrten Luiz Adriano verzichten mussten, noch einmal auf, trafen aber in Person von Juves Asamoah nur noch einmal den Pfosten.


Gruppe G: Celtic siegt und ist weiter - Messi am Knie verletzt

Barcelona war schon vorab fürs Achtelfinale qualifiziert. Trainer Tito Valanova testete gegen Benfica deshalb seinen zweiten Anzug und tauschte seine Mannschaft komplett aus. Für Lissabon ging es dagegen um alles. Entsprechend legten die Portugiesen los, spulten viele Kilometer ab und hatten gleich mehrere Großchancen. Die beste vergab Nolito, der zusammen mit zwei Teamkollegen alleine auf Torwart Pinto zulief, jedoch kläglich und egoistisch am Tor vorbei schob. Auch nach dem Seitenwechsel setzte Lissabon das FCB-Gehäuse unter Dauerbeschuss, traf aber einfach nicht. Die Spanier brachten nach einer knappen Stunde Messi, der die Partie fortan an sich riss. Kurz vor Schluss dann der Schock: Messi blieb nach einem Foul am Boden liegen und musste mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden. Auf dem Feld passierte nichts mehr, so blieb es beim 0:0.

Celtic musste Benfica noch in der Tabelle überholen. Das bereits ausgeschiedene Spartak lief in Bestbesetzung auf und erwischte den besseren Start. Die verhalten beginnenden Schotten gingen dennoch in Führung: Samaras langer Laufpass von der Mittellinie flog durch die Beine von Insaurralde und landete bei Hooper, der frei vor dem Tor auftauchte und zum 1:0 einschob (21.). Danach verhielt sich Glasgow weiter passiv und ließ dem Gegner viele Räume in der eigenen Hälfte. Dafür gab?s die Quittung: Ari glich mit einem sehenswerten Heber aus (39.). Nach dem Seitenwechsel investierte Celtic wieder mehr und hatte den Führungstreffer auf dem Fuß: Samaras traf aber nur den Pfosten. Wohlwissend, wie es in Barcelona stand, schmissen die Schotten alles nach vorne. Samaras nahm im Strafraum einen Kontakt von Suchy dankend an und holte einen Strafstoß heraus. Commons trat an und machte es ganz spannend: Er schoss zentral an die Unterkante der Latte, von dort sprang der Ball auf den Boden und dann ins Tor - das Achtelfinal-Ticket für Glasgow!


Gruppe H: Galatasaray dreht das Spiel in Braga und jubelt übers Achtelfinale

Während in der Gruppe H ManUnited bereits als Gruppensieger und Braga als Letzter feststand, lieferten sich Galatasary und Cluj ein packendes Fernduell um den Verbleib in der Champions League. Mit dem besseren Ende für die Türken! Im Old Trafford hatte Sir Alex Ferguson sein Team auf zehn Positionen im Vergleich zum letzten Premier-League-Spiel verändert. Nicht ganz überraschend daher, dass die Rumänen gut mitspielten. Nach guten Chancen auf beiden Seiten in der ersten Spielhälfte war es ein Sonntagsschuss von Luis Alberto aus fast 30 Metern, der Cluj in Manchester zum überraschenden Sieg schoss (56.).

Doch trotz des prestigeträchtigen Sieges in Manchester reichte es nicht für die Transsilvanier, obwohl das Spiel in Portugal zunächst ein unerwartetes Bild sah: Denn Sporting bestimmte die Partie zunächst klar, vergab aber einige gute Chancen. Gerade als Galatasaray ein wenig besser in Spiel zu finden schien, gelang Mossoro vom Strafraumrand die verdiente Führung (33.). Nach der Halbzeit brachte Trainer Fatih Terim bei den Türken gleich zwei Neue, Hamit Altintop musste weichen. Dies machte sich prompt bezahlt. Denn Burak Yilmaz gelang per Kopf sein bereits sechstes Tor der Gruppenphase (58.). Und Joker Aydin Yilmaz - für Altintop gekommen - erzielte schließlich den umjubelten Treffer zum 2:1 für die Türken, die so aufgrund des gewonnen direkten Vergleichs mit Cluj (1:1, 3:1) auf Rang zwei blieben.

Bilder zu den Mittwochsspielen
Bayern holt sich den Gruppensieg
Gary Hooper
Glasgow weiter

Gary Hooper jubelte nach seinem 1:0 in der 21. Minute. Mit seinem Tor legte er den Grundstein für den 2:1-Erfolg gegen Spartak Moskau. Mit den gewonnen drei Punkten kletterte Celtic Glasgow auf den zweiten Tabellenplatz, da Lissabon in Barcelona nicht über ein Unentschieden herauskam.
© Getty Images

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