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31.07.2008, 14:35

Gelungener Test in Tokio

Podolski drängt sich auf

Für den FC Bayern endete der Trip nach Japan mit einem verdienten 4:2-Sieg gegen die Urawa Red Diamonds. Die spielfreudigen Münchner machten von Beginn an Dampf und führten zur Pause mit 3:0. Nach dem Wechsel wurde die kurzweilige Partie ausgeglichener. Urawa spielte besser mit und traf zweimal. Beim FCB wollte es einer besonders wissen: Lukas Podolski markierte zwei Treffer.

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Bayern-Angreifer Lukas Podolski
Starke Vorstellung in Tokio: Bayern-Angreifer Lukas Podolski.
© imago Zoomansicht

Bevor Klose nach einem Diagonalpass des überragenden Zé Roberto die Führung des deutschen Rekordmeisters erzielte (16.), hatte es zuvor schon bei nahezu jedem Angriff des FCB im gegnerischen Strafraum lichterloh gebrannt.

Die Red Diamonds waren im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs kein ebenbürtiger Gegner. Schweinsteigers (21.) und Podolskis Treffer nach Vorlage von Klose (43.) drückte die Überlegenheit des Meisterschaftsfavoriten nur unzureichend aus.

Nach Wiederanpfiff hatten die Japaner ihre bis dorthin beste Phase, in der auch der Anschlusstreffer durch Umasaki (56.) gelang. Trotz zahlreicher Wechsel aber hatten die Gäste die schnelle Partie bis in die Schlussphase hinein jederzeit im Griff. Erneut Podolski stellte mit einem schönen Schrägschuss nach einem Lupfer von Zé Roberto seine perfekte Schusstechnik unter Beweis und den alten Abstand wieder her (63.).

Weitere Gelegenheiten blieben in der Folge auf beiden Seiten zunächst ungenutzt - Rensing konnte sich das eine oder andere Mal auszeichnen - ehe das in der Endphase stärker werdende Urawa mit einem tollen Tor durch Abes Fallrückzieher (80.) für den 2:4-Endstand sorgte.

Mit seinen beiden Treffern hat Lukas Podolski in eindrucksvoller Art und Weise auf sich aufmerksam gemacht und seiner Forderung nach mehr Einsatzzeiten Nachdruck verliehen.

Unzufriedenheit ist durch das Klinsmannsche System mit zwei Spitzen beim Rekordmeister dennoch auch in der kommenden Spielzeit vorprogrammiert, denn auch ein Klose oder Toni setzt sich nicht gerne auf die Reservebank.

Am besten gehen wir mit zwei Stürmern in die Saison, wir hatten mit Lukas doch schon genug Ärger. Uli Hoeneß

Eng könnte es für den deutschen Top-Klub allerdings vor allem dann werden, wenn sich einer der drei Hochkaräter im Angriff verletzt und länger ausfällt. Auf Grund der Belastung in drei Wettbewerben erscheint da allein die Option mit dem sicherlich talentierten, aber unerfahrenen Thomas Müller, der bei Hermann Gerland in der 3. Liga spielt, doch etwas risikoreich.

Manager Uli Hoeneß erteilt aber allen Spekulationen um einen eventuellen vierten Angreifer eine klare Absage: "Wir haben mit drei Stürmern doch schon genug Probleme." Und fährt wütend fort: "Am besten gehen wir mit zwei Stürmern in die Saison, wir hatten mit Lukas doch schon genug Ärger."

Wer sich beim Saisonstart auf der Ersatzbank wiederfindet, wird sich zeigen. Lukas Podolski jedenfalls hat in Japan seine Chance genutzt.

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31.07.2008, 14:35
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