MSN Sport
02.12.2012, 19:23

Ein Remis im Gigantentreffen - Bayer behauptet Platz 2

Wolfsburg kommt unten nicht raus - TSG verliert weiter

Am Abend teilten sich Wolfsburg und HSV die Punkte. Vorher verpasste Hoffenheim die Trendwende und unterlag Bremen klar. Am Samstag fuhren zehn Mainzer und zehn Stuttgarter jeweils drei Punkte ein. Die Rheinhessen bezwangen Hannover, die Schwaben siegten in Fürth. Die Franken sind das neue Schlusslicht, weil Augsburg gegen Freiburg remis spielte. Auch die Schalker mussten sich gegen Gladbach mit einem Remis begnügen. Leverkusen behauptet Platz zwei. Das Topspiel am Abend zwischen dem FC Bayern und Dortmund endete 1:1.

Diego und Rincon im Kampf um den Ball.
Diego und Rincon im Kampf um den Ball.
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Zum Abschluss der Runde standen sich der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV beim Nordduell gegenüber. Die Hamburger erwischten den besseren Start und dominierten das Spiel im ersten Durchgang. Deshalb war die Führung von Beister zu diesem Zeitpunkt völlig verdient. Nach der Pause hätte Beister auf 2:0 stellen können, doch er vergab. Nach dem Fehlschuss drückte der VfL mit Macht auf den Ausgleich. Kjaer belohnte das Engagement mit seinem Kopfballtreffer zum 1:1. In der Schlussphase mussten die Hanseaten sogar noch um den einen Punkt zittern, weil die Wölfe das Kommando auf dem Feld übernahmen.

Babbel: Trendwende verpasst

Die erhoffte Trendwende blieb aus und Hoffenheim schlittert immer tiefer in eine handfeste Winterkrise. Nach einer desolaten Vorstellung im ersten Durchgang gab für die TSG gegen Bremen trotz Leistungssteigerung nach der Pause ein ernüchterndes 1:4 und die Gewissheit, dass man die vierte Pleite in Folge kassierte. Werder reichte eine solide Leistung, um sich gegen völlig verunsicherte Kraichgauer durchzusetzen und wieder Anschluss an die internationalen Plätze zu finden. Matchwinner bei den Hanseaten war Arnautovic, der mit drei Treffern den Sieg fast im Alleingang sicherte. Bei der TSG ist die Zukunft von Trainer Markus Babbel äußerst ungewiss, die Zeichen stehen auf Trennung.

Bayern versus Dortmund: Ein Remis im Gigantentreffen

In den ersten 45 Minuten des Gigantentreffens erwischte der FC Bayern, bei dem Mandzukic für Gomez stürmte, den etwas besseren Start und riss die Initiative an sich. Die Dortmunder - mit dem zuletzt angeschlagenen Trio Hummels, Gündogan und Götze in der Startelf - versuchten vor allem im Mittelfeld die Räume eng zu machen und wählten hierfür eine 4-3-3-Taktik. Die Heynckes-Elf wurde in dieser Phase vor allem von Ribery inspiriert, doch richtig zum Abschluss kam der Rekordmeister nicht. Die Dortmunder wagten sich erst in der Endphase von Durchgang eins mutiger nach vorne, doch auch der BVB verzeichnete bis zur Halbzeit keine hochkarätige Chance. Einen Schockmoment erlebte Bayern-Abwehrmann Badstuber, als er bei einer Grätsche mit dem rechten Knie wegknickte, unter großen Schmerzen vom Platz getragen werden musste. Noch während des Spiels wurde die Diagnose Kreuzbandriss von Bayern-Seite bestätigt.

Der Münchner Thomas Müller (li.) gegen den Dortmunder Marcel Schmelzer.
Der Münchner Thomas Müller (li.) gegen den Dortmunder Marcel Schmelzer.
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Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie lange Zeit von der Taktik bestimmt, oder besser, vom auf beiden Seiten nicht vorhandenen Mut, das Visier weiter zu öffnen. Hummels überraschte die Bayern-Defensive bei einem Freistoß, aber alleine vor Neuer versiebte er die Chance. Nach rund einer Stunde erhöhten die Münchner den Druck und belohnten sich durch den Linksschuss von Kroos, der den FCB in Front brachte. Mit dem Führungstreffer im Rücken wurden die Aktionen des Tabellenführers sicherer, der BVB wirkte in dieser Phase etwas unsortiert und zu hektisch im Spiel nach vorne. Doch mit Hilfe einer Ecke arbeitete sich die Klopp-Elf zurück ins Spiel: Götze stand plötzlich mutterseelenallein und vollstreckte mit einem satten Linksschuss zum 1:1. In der Schlussphase hatten beide Teams noch Chancen auf den zweiten Treffer, wobei die Münchner näher am Torjubel dran waren. Am Ende konnte sich der BVB bei Keeper Weidenfeller bedanken, der in der mehrfach glänzend reagierte.

Draxler mit der späten Belohnung

Beim Duell zwischen Schalke und Gladbach gab es einen kleinen Paukenschlag schon vor dem Anpfiff, weil S04-Coach Huub Stevens den Keeper tauschte: Von Unnerstall zu Hildebrand, "der Ruhe reinbringen sollte", wie der niederländische Coach anmerkte. Ruhe war dann auch das Schlagwort für die ersten 45 Minuten, vor beiden Toren tat sich nicht allzuviel. Im zweiten Durchgang nutzten die Borussen ihre erste Chance zum Führungstreffer - de Camargo überwand Hildebrand aus leicht spitzem Winkel, wobei der Keeper dabei nicht die beste Figur abgab. In den zweiten 45 Minuten drängten die Knappen auf den Ausgleichstreffer, doch dieser wollte trotz bester Chancen lange Zeit nicht fallen. Mit frischen Kräften erhöhte Stevens den Druck auf das Gladbacher Tor und Draxler belohnte die Königsblauen mit dem späten 1:1, was für die Fohlen-Elf sehr schmeichelhaft war.

Bayer festigt Platz zwei mit Abseitstor und Arbeitssieg

Bayer Leverkusen fuhr als neuer und alter Tabellenzweiter einen mühsamen Arbeitssieg gegen Nürnberg ein. Obwohl die Franken speziell in der ersten Halbzeit gut im Spiel waren und die besseren Chancen hatten (Polter-Kopfball an die Latte), gingen die Westdeutschen durch Kießling in Front - allerdings stand der frühere Nürnberger dabei klar im Abseits. Im zweiten Abschnitt war der Club weiterhin bemüht, den Ausgleichstreffer zu erzielen, doch stand die Bayer-Elf nun wesentlich stabiler und konnte sich über den neunten Dreier in der laufenden Runde freuen. Die Werkself bleibt damit unabhängig vom Topspiel am Abend zwischen dem FC Bayern und Dortmund Tabellenzweiter.

Szalai trifft für zehn Mainzer

Der Mainzer Torjäger Szalai war wieder mal zur Stelle und freute sich entsprechend.
Der Mainzer Torjäger Szalai war wieder mal zur Stelle und freute sich entsprechend.
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Die Mainzer konnten im Duell um die Europapokal-Plätze gegen Hannover 96 drei wichtige Zähler ergattern. Die Nullfünfer gingen durch Müllers Abstaubertor in Führung, nachdem Youngster Parker nur den Pfosten getroffen hatte, doch die Niedersachsen glichen nicht nur durch Schulz aus, sondern spielten auch fast die gesamte Halbzeit in Überzahl. Torwart Wetklo spielte den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand und sah die Rote Karte (49.). Nach dieser Aktion hatte die Slomka-Elf naturgemäß ein Übergewicht, doch konnte sie es nicht in zählbaren Erfolg ummünzen. In der dramatischen Schlussphase kam es dann ganz bitter für 96, denn FSV-Torjäger Szalai köpfte für zehn Mainzer den 2:1-Siegtreffer.

FCA gibt die Rote Laterne ab

Der FC Augsburg verpasste zwar beim 1:1 gegen den SC Freiburg den erhofften Heimsieg, doch immerhin konnte die Weinzierl-Elf die Rote Laterne an die Fürther weiterreichen. Das Spiel begann optimal für die Schwaben, denn Werner machte bereits in der 9. Minute das 1:0. Allerdings zeigten sich die Breisgauer davon wenig beeindruckt und spielten weiter nach vorne - belohnt wurde dies in der umkämpften ersten Halbzeit durch den Ausgleichstreffer von Schmid. Auch in Hälfte zwei war das Spiel ausgeglichen, echte Torchancen blieben Mangelware, so dass das Spiel letztlich mit einem leistungsgerechten Remis endete. Für die Freiburger war es immerhin das fünfte Auswärtsspiel ohne Niederlage (zwei Unentschieden, drei Siege).

Labbadia jubelt bei der Rückkehr - Tasci fliegt

Der Fürther Pekovic krümmt sich am Boden, Stuttgarts Tasci sieht Rot.
Der Fürther Pekovic krümmt sich am Boden, Stuttgarts Tasci sieht Rot.
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Der VfB Stuttgart feierte bei Bruno Labbadias Rückkehr in den Fürther Ronhof, wo er 2007/08 als SpVgg-Trainer fungiert hatte, einen 1:0-Auswärtssieg. Die Schwaben mussten nach der Roten Karte für Tasci in der 53. Minute lange Zeit in Unterzahl spielen, doch konnten sie das Führungstor von Okazaki trotz einiger Großchancen der SpVgg und Pribs Latten-Freistoß über die Zeit bringen. Der Japaner schaltete beim verschossenen Elfmeter von Ibisevic am schnellsten und köpfte den Ball ins Netz. Gehalten wurde der Strafstoß von SpVgg-Torwart Hesl, der von Trainer Mike Büskens den Vorzug vor Max Grün erhalten hatte. Unter dem Strich war es in Fürth eine kampfbetonte Partie, in der die Franken die sechste Heimpleite hinnehmen mussten und auf den letzten Platz abrutschen. Der VfB rückt an die Europapokalplätze ran.

Oliver Fink (Mitte) freut sich über seinen Treffer zum 2:0.
Traumtor: Oliver Fink (Mitte) freut sich über seinen Treffer zum 2:0.
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Ganz unterschiedlich entwickelt sich derzeit die Formkurve von Düsseldorf und Frankfurt. Düsseldorf hat die Spur wieder gefunden, blieb im dritten Spiel in Folge ungeschlagen und sammelte wichtige Punkte gegen den Abstieg. Dagegen hat die Eintracht in den letzten sieben Spielen nur einen Sieg eingefahren (zwei Remis, vier Niederlagen) und verliert nach dem furiosen Start in der Tabelle langsam den Anschluss nach ganz oben. Bereits nach 45 Minuten stand der Sieger am Freitagabend letztlich fest. Durch zwei schnelle Gelbe Karten (Matmour) hatten sich die Hessen dezimiert, es folgten zwei herrliche Treffer (Reisinger und Fink) für die Fortunen und es ging mit einem verdienten 2:0 in die Kabinen. Der letzte Widerstand wurde schließlich durch Rafael gebrochen, der in der 58. Minute mit dem 3:0 für die Entscheidung sorgte. Doch die Hausherren waren noch nicht fertig. Unter freundlicher Mithilfe von Oczipka durfte Bellinghausen den 4:0-Endstand markieren.

Bilder zum Spieltag
BVB holt Punkt beim FCB - Bayer siegt mit Glück
Beister, Diekmeier und Badelj
Jubel-Trio

Maximilian Beister hat soeben die HSV-Führung erzielt und hat mit Dennis Diekmeier und Milan Badelj Jubel-Anhang gefunden.
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