| Vorname: | Bastian |
| Nachname: | Schweinsteiger |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Bayern München |
| Geboren am: | 01.08.1984 |
Bayern: Keine Euphorie nach dem nächsten Sieg
Steuermann Schweinsteiger - reloaded!
Während sich Schweinsteiger einmal mehr wortkarg gab, stimmte Matthias Sammer eine Lobeshymne an. "Bastian", schwärmte der Bayern-Sportvorstand, "ist ein unglaublicher Spieler. Er hat unglaublich feine Antennen, ein Spiel zu lesen."
Entscheidend aber ist, dass Schweinsteiger ebendiese wieder ausgefahren hat. "Basti is back" - das lässt sich nach fünf starken Startelfeinsätzen in Liga und Champions League mit zunehmender Gewissheit sagen. Auch verbal, lobte Sammer, trete Schweinsteiger auf dem Platz "immer mehr" in Erscheinung.
Gegen Wolfsburg ließ sich Bayerns Stratege selbst von einem anfänglichen Pfosten-Unglück nicht beirren. "Ich werde morgen zum Gerd Müller gehen und ihm gratulieren, weil er das früher in bester Manier geschafft hat mit dem Rücken zum Tor", kommentierte Schweinsteiger seinen Drehschuss aus kürzester Distanz ans Aluminium.
Dem Fauxpas aus Minute drei folgte ein Fernschuss an den linken Pfosten (18.) und schließlich, sechs Minuten später, das mit Vehemenz erzielte Tor zum 1:0. Gleichzeitig dirigierte Schweinsteiger das Münchner Star-Ensemble wie in besten Zeiten, leitete Angriff um Angriff ein und räumte im Mittelfeld gewohnt gründlich auf.
„ An die Meisterschaft denken wir überhaupt nicht. “ Arjen Robben
Er ragte aus einer Mannschaft heraus, die - gegen einen zugegebenermaßen völlig überforderten Gast aus Wolfsburg - einmal mehr beeindruckend dynamisch und kombinationsstark auftrat und im Vorbeigehen den fünften Sieg im fünften Spiel einfuhr. Die übliche Rotation inklusive: Javi Martinez, Xherdan Shaqiri und Franck Ribery durften diesmal für Luiz Gustavo, Toni Kroos und den erkälteten Thomas Müller ran, der - wie auch Daniel van Buyten - am Mittwoch schon wieder auf den Trainingsplatz zurückkehrte.
Trotzdem hielten Spieler wie Verantwortliche hinterher Demut für angebracht. "An die Meisterschaft denken wir überhaupt nicht", behauptete Arjen Robben, der mit seinen muskulären Problemen in Bremen am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) ebenso einsatzfähig sein dürfte wie der ebenfalls vorzeitig ausgewechselte Javi Martinez (Pferdekuss).
2011/12, 1995/96: "Wir sind gewarnt", sagt Lahm
"Wir müssen konzentriert bleiben, wir müssen fokussiert bleiben", forderte Robben, "das sind die wichtigsten Worte." Auch er war schließlich dabei, als Borussia Dortmund, aktuell schon sieben Punkte hinter den Bayern, vorige Saison sogar deren acht peu à peu noch aufholte. Und 1995/96, als die Bayern sogar die ersten acht Partien gewannen, hieß der Meister am Ende auch BVB. Kapitän Philipp Lahm zeigte am Mittwoch zwar kein Interesse an "irgendwelchen Statistiken", sagte aber auch: "Wir sind gewarnt."
Abgesehen vom Schweinsteiger-Lob bemühten sich die Münchner also redlich, keine Euphorie aufkommen zu lassen. "Euphorie ist unangebracht", stellte sogar Karl-Heinz Rummenigge an seinem 57. Geburtstag klar. "Wichtig ist, dass wir uns nicht einlullen lassen." Der Vorstandsboss will dabei mit gutem Beispiel voran gehen: "Ich werde beidbeinig auf der Erde bleiben und nicht das Fliegen anfangen."
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