MSN Sport
25.09.2012, 11:25

Hoffenheim: Was wird aus Weis?

Casteels und Müller: Gelungene Premiere

Kollektives Durchatmen in Hoffenheim! Im vierten Bundesligaspiel in dieser Saison verbuchte das Team von Trainer Markus Babbel mit dem letztlich verdienten 3:1 gegen Hannover 96 die ersten drei Punkte und gab die "Rote Laterne" an Augsburg ab. "Das war die richtige Antwort auf den Fehlstart", konstatierte Fabian Johnson, einer der Matchwinner der TSG. Und ein gelungener Einstieg von Wiese-Vertreter Koen Casteels. Ein anderer dagegen war komplett außen vor.

Koen Casteels
Erfolgreiches Debüt: 1899-Torwart Koen Casteels.
© imago Zoomansicht

Nach saisonübergreifend sieben Pflichtspielniederlagen in Folge - einschließlich der Pokalblamage bei Regionalligist Berliner AK (0:4) - rumorte es gewaltig bei 1899. Babbel gab sein Amt als Manager ab, um sich auf seine Aufgaben als Coach konzentrieren zu können. Andreas Müller übernahm den vakanten Posten und durfte gleich in seinem ersten Spiel als neuer Manager den ersehnten ersten Saisonerfolg bejubeln. "Ich habe heute den absoluten Willen gesehen, das Spiel zu gewinnen. Dieser Kampfgeist und diese Entschlossenheit sind genau das, was wir hier sehen wollen", meinte Müller.

Dass die Jungs Charakter haben, wusste ich schon vorher. Markus Babbel

Dabei war einer, der die Mannschaft in dieser Spielzeit eigentlich puschen sollte, gar nicht dabei: Tim Wiese. Von Babbel zum Kapitän ernannt erwischte der Torhüter einen Alptraumstart in Hoffenheim (kicker-Durchschnittsnote 4,83) und fehlte aufgrund eines Muskelfaserrisses im Adduktorenbereich ausgerechnet beim ersten Dreier. Im Gehäuse stand Casteels. Der Belgier ist seit Juli 2011 im Verein, kam in der letzten Saison aber nicht an Tom Starke (mittlerweile beim FC Bayern) vorbei.

Nun also die Partie gegen Hannover. Das erste Spiel im deutschen Oberhaus. Mit einer Mischung aus Konzentration und Nervosität bestand der Belgier die Feuertaufe. Vier seiner Vorgänger im Hoffenheimer Tor hatten das in der Bundesliga im ersten Spiel auch geschafft (Haas, Özcan, Hildebrand, Starke), nur Wiese verlor. Der fehlt auch bei nächsten Spiel, dem Derby am Mittwoch (20 Uhr, LIVE! auf kicker.de) in Stuttgart.

Ein besonderes Spiel für Tobias Weis, schließlich geht es gegen seinen Ex-Verein. Doch ist der Mittelfeldspieler, seit 2007 nun schon in Hoffenheim, überhaupt dabei? Der 27-Jährige saß in Freiburg 90 Minuten auf der Bank, gegen Hannover tauchte er gar nicht im Kader auf: mangelndes Trainingsengagement hieß es. Babbel handelte, Babbel gewann, Babbel kann durchatmen vor dem schweren Gang zu seinem früheren Arbeitgeber VfB, der einen Zähler hinter der TSG noch mehr unter Druck steht.

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