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11.04.2012, 11:45

München: Verdacht der schweren Brandstiftung

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Breno

Am 20. September 2011 stand das Haus von Bayern Münchens Verteidiger Breno in Flammen. Nun hat die Staatsanwaltschaft München I gegen Breno Anklage wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung erhoben. Die zuständige Große Strafkammer des Landgerichts München I muss nun darüber entscheiden, ob das Hauptverfahren eröffnet wird.

Vorsätzliche Brandstiftung? Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage gegen Breno erhoben.
Vorsätzliche Brandstiftung? Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage gegen Breno erhoben.
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"Nach den Ermittlungen, insbesondere aufgrund des Brandsachverständigengutachtens, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Angeschuldigte Borges am 20. September 2011 kurz nach 0.05 Uhr das von ihm und seiner Familie bewohnte Anwesen in Grünwald bei München vorsätzlich in Brand gesetzt hat", heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung.

Dem Schreiben zufolge soll der 22-jährige Breno Vinicius Rodrigues Borges, wie Breno mit ganzem Namen heißt, bei der Tat alkoholisiert gewesen sein. Vermutlich seien Feuerzeuge verwendet worden, die Breno danach laut Zeugenangaben an Rettungsdienstkräfte gegeben habe. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist der Angeschuldigte verantwortlich für einen Sachschaden in Höhe von rund einer Million Euro. Zudem habe er nicht sicher sein können, dass Manager, Ehefrau und Kinder nach dem zwischenzeitlichen Verlassen der Villa wieder in das Gebäude zurückkehren würden.

Nun muss die zuständige Große Strafkammer des Landgerichts München I darüber entscheiden, ob das Hauptverfahren eröffnet wird und wann eine Verhandlung stattfindet.

"Wir werden dies wie bisher nicht kommentieren. Dies ist ausschließlich Angelegenheit von Breno und seinem Anwalt. Als Klub werden wir Breno aber auch weiterhin vollumfänglich unterstützen", sagte Bayern Münchens Mediendirektor Markus Hörwick gegenüber dem SID. Breno selbst hat im Ermittlungsverfahren keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht.

Der Brasilianer Breno, dessen Vertrag beim FC Bayern am Saisonende ausläuft, befindet sich nach Zahlung einer Kaution derzeit auf freiem Fuß. Das Gesetz sieht für den Tatbestand einer schweren Brandstiftung nach Paragraph 306a StGB eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bis zu maximal 15 Jahren vor.

Derzeit fehlt Breno wegen einer erneuten Knieoperation, der er sich Anfang Februar wegen einer chronischen Schleimhautentzündung unterziehen musste.

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