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Fortuna Düsseldorf
Eintracht Frankfurt
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.













Fortuna beendet Wartezeit - Matmour sieht die Ampelkarte

Reisinger bereitet den Boden für den historischen Sieg

Fortuna Düsseldorf hat die englische Woche mit sieben Punkten beendet und sich ein ansehnliches Polster auf die Abstiegsplätze verschafft. Die Rheinländer gewannen das Aufsteiger-Duell gegen die Frankfurter Eintracht mit 4:0. Acht Minuten gegen Ende der ersten Hälfte waren für den Erfolg letztlich ausschlaggebend: Zuerst kassierten die Hessen einen Platzverweis, dann schlugen die Fortunen zweimal zu und ließen sich danach den ersten Sieg gegen die SGE seit dem 9. März 1991 nicht mehr nehmen.

Reisinger, Rafael, Ilsö und Bellinghausen (v.li.) bejubeln das 1:0
Erster Streich: Reisinger, Rafael, Ilsö und Bellinghausen (v.li.) bejubeln das 1:0.
© Getty Images Zoomansicht

Düsseldorfs Trainer Norbert Meier brachte nach dem 1:1 in Dortmund zwei Neue: Fink und Rafael ersetzten Paurevic (Gelb-Rot-Sperre) und Kruse (muskuläre Probleme). Auf der anderen Seite musste Eintracht-Coach Armin Veh gleich mehrfach umstellen. Bei der 1:3-Pleite gegen Mainz hatten sowohl Schwegler als auch Zambrano jeweils zum fünften Mal Gelb gesehen und standen nicht zur Verfügung. Dafür rückten Demidov und Lanig ebenso in die Startelf wie Matmour (nach Gelb-Rot-Sperre), der anstelle von Occean stürmte.

Die Partie begann mit einer kurzen Verspätung, da es Verkehrsprobleme rund um die Esprit-Arena gegeben hatte. Nach Anpfiff sahen die Zuschauer dann mutige Fortunen, die forsch nach vorne spielten und die Frankfurter in deren Hälfte drängten. Ungelegen kam diese Spielweise den Hessen allerdings nicht, denn die Eintracht war merklich auf Konter aus und primär darauf bedacht, den Düsseldorfern die Spielmacherrolle aufzuzwingen. Das gelang auch, nur machten die Rheinländer ihre Sache gar nicht so schlecht und kamen zu ersten guten Chancen - Fink (19.) und Lambertz (21.) ließen gute Gelegenheiten ungenutzt.

"Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste", das war das bestimmende Credo in Düsseldorf. Beide Mannschaften legten großen Wert darauf, stets mit der Mehrzahl der eigenen Spieler hinter dem Ball zu stehen und dem Gegner so keine Räume zu gestatten. Hinzu kam, dass es der Partie an Tempo fehlte, weshalb sie dann auch lange Zeit ereignislos vor sich hin plätscherte. Für einen negativen Höhepunkt sorgte jedoch Matmour, der sich innerhalb weniger Minuten gleich zweimal Gelb einhandelte und folglich in der 34. Minute frühzeitig zum Duschen durfte.

In Unterzahl zogen sich die Hessen nun noch weiter zurück und kassierten dafür die Quittung: Reisinger wurde bei seinem Lauf in den Sechzehner von Kempf nur halbherzig angegangen, kam dann auch noch an Demidov vorbei und überwand Trapp mit einem satten 15-Meter-Schuss (38.). Damit nicht genug, denn der Ex-Freiburger war kurz darauf der Ausgangspunkt des nächsten Treffers: Reisingers Flanke lenkte Kempf unglücklich zu Fink ab. Dieser setzte sich gegen Rode durch und schlenzte den Ball aus 20 Metern zum 2:0-Halbzeitstand ins linke Eck (42.).

Aigner verpasst knapp - Rafael macht dann alles klar

Lambertz, Fink und van den Bergh (v.li.) bejubeln das 2:0
Zweiter Streich: Lambertz, Fink und van den Bergh (v.li.) bejubeln das 2:0.
© Getty Images

Veh reagierte mit der Hereinnahme von Celozzi, der in den zweiten 45 Minuten für Lanig spielte. Taktisch änderte sich ebenfalls einiges, denn von nun an ließen die Hausherren die SGE das Spiel machen und setzten ihrerseits auf Konter - und die Rechnung ging auf. Zwar hätte Aigner, als er nach Oczipkas Flanke aus kurzer Distanz knapp neben den rechten Pfosten köpfte (54.), die Begegnung wieder spannender gestalten können, doch dann beraubte Rafael die Gäste jeglicher Hoffnung: Baloguns Hereingabe rutschte zum Deutsch-Angolaner durch, der den Ball vom linken Fünfereck aus durchaus mit Glück über die Linie drückte.

Der Widerstand der Adlerträger war nun gebrochen. Die Eintracht wollte die Niederlage nur noch halbwegs erträglich gestalten und ein etwaiges Debakel verhindern. Auf der anderen Seite begann für die Fortunen das Schaulaufen. Die Hausherren kontrollierten fortan Ball und Gegner, stellten ihre Offensivbemühungen trotz angezogener Handbremse aber nicht gänzlich ein. Wenn möglich, wurde der Abschluss gesucht. Ilsö per Freistoß (74.) und Fink (76.) hatten kein Glück, ehe Oczipka ein bitterer Lapsus unterlief. Der Linksverteidiger stoppte eine Flanke von rechts und legte unfreiwillig für Bellinghausen auf. Der 29-Jährige schweißte den Ball aus elf Metern zum 4:0-Endstand (85.) in die Maschen.

Beide Mannschaften sind wieder am Samstag, den 8. Dezember, gefordert: Düsseldorf ist dann in Nürnberg zu Gast (15.30 Uhr), während die Frankfurter am Abend das Topspiel gegen Werder Bremen bestreiten (18.30 Uhr).

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Fortuna Düsseldorf
Aufstellung:
Giefer (3) - 
Balogun (2)        
Bodzek (2) , 
Juanan (3) , 
O. Fink (3)        
Lambertz (3)    
Reisinger (2)        
Ilsö (3,5) , 
Bellinghausen (3)    
Rafael (3,5)        

Einwechslungen:
71. Schahin für Rafael
74. D.-R. Cha für Balogun
83. Garbuschewski für Reisinger

Trainer:
Meier
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Trapp (3) - 
S. Jung (4,5) , 
Demidov (5) , 
Kempf (4,5) , 
Oczipka (5) - 
Lanig (4,5)    
Rode (4)    
Aigner (4,5) , 
Meier (5)        
Inui (4,5)    
Matmour (5,5)    

Einwechslungen:
46. Celozzi (4,5)     für Lanig
72. Kouemaha für Inui
83. Köhler für Rode

Trainer:
Veh

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Reisinger (38., Rechtsschuss, Bodzek)
2:0
O. Fink (42., Linksschuss)
3:0
Rafael (58., Linksschuss, Balogun)
4:0
Bellinghausen (85., Linksschuss)
Gelb-Rote Karten
Düsseldorf:
-
Frankfurt:
Matmour
(34.)

Gelbe Karten
Düsseldorf:
O. Fink
(1. Gelbe Karte)
,
Balogun
(1.)
Frankfurt:
Meier
(3. Gelbe Karte)
,
Celozzi
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
30.11.2012 20:30 Uhr
Stadion:
Esprit-Arena, Düsseldorf
Zuschauer:
51345
Spielnote:  2,5
ein unterhaltsames Bundesligaspiel, aber trotz der vier Treffer kein fußballerisches Spektakel.
Chancenverhältnis:
6:2
Eckenverhältnis:
5:2
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Giesen)   Note 3,5
ohne Linie bei den persönlichen Strafen: Matmours Ampelkarte war nach dem Regelbuch vertretbar, aber sehr hart. Ahndete dafür das taktische Foul des später noch verwarnten Fink (45.) gegen Rode hingegen nicht mit Gelb und ließ auch bei Meiers Tritt gegen Ilsö (Gelb statt Rot) Milde walten.
Spieler des Spiels:
Stefan Reisinger
Der Aktivposten der ersten Hälfte: Tolles Solo zum 1:0, leitete mit energischem Antritt das 2:0 und die Ampelkarte ein.
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