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FC Schalke 04
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.






46.
60.
75.
90.













Nur noch vier Punkte auf Rang 16, Hamburg verliert an Boden

Pukki stellt die Weichen früh auf Sieg

Im achten Anlauf hat es endlich geklappt. Schalke 04 hat den Hamburger SV mit 3:1 besiegt und damit den ersten Heimsieg gegen die Hanseaten seit 2004 eingefahren. Nach Pukkis frühem Führungstreffer verloren die Knappen allerdings kurz den Faden, ehe Metzelder und Huntelaar den Vorsprung in komfortablere Sphären hievten.

Der Kapitän geht voran: Schalkes Metzelder erzielt das 2:0.
Der Kapitän geht voran: Schalkes Metzelder erzielt das 2:0.
© getty images Zoomansicht

Huub Stevens brachte nach dem 0:1 in Enschede vier frische Kräfte von Beginn an: Für den in der Liga gelb-rot-gesperrten Papadopoulos rückte Metzelder in die Innenverteidigung, Holtby und Obasi mussten Jurado sowie Pukki weichen. Zudem gab Huntelaar nach überstandender Gehirnerschütterung sein Startelf-Comeback. Marica musste auf die Bank. Thorsten Fink wechselte im Vergleich zum 0:4 gegen den VfB, teils gezwungenermaßen, drei Mal: Auf Grund von Sperren waren Jarolim (5. Gelbe Karte) sowie Guerrero (sieben Wochen Sperre nach Platzverweis) nicht mit von der Partie. Kacar und Arslan übernahmen die vakanten Positionen. Für den gegen den VfB unglücklichen Rajkovic begann Bruma im Abwehrzentrum.

Sieben Mal in Folge hatte Schalke zu Hause gegen Hamburg nicht gewonnen. Eine Serie, die es für die Stevens-Elf zu durchbrechen galt. Und bereits nach fünf Minuten legte Pukki den Grundstein, dieses Vorhaben auch erfolgreich umzusetzen. Von Höger per Doppelpass stark in Szene gesetzt, bediente Uchida den Finnen mit einer Flanke von der Grundlinie, so dass dieser aus kurzer Distanz locker zu Schalker Führung einköpfen konnte (5.).

Mit der Führung im Rücken überließ S04 den Gästen nun das Mittelfeld, zog sich bis weit in die eigene Hälfte zurück, ließ dabei aber die nötige Konsequenz in der Defensive vermissen. Der HSV schien den Rückstand indes gut wegzustecken. Immer wieder kombinierten sich die Gäste gefällig in Richtung Schalker Strafraum. Abgesehen von Jansens sattem Schuss ans Außennetz (22.) strahlten sie dabei allerdings zu selten ernsthaft Gefahr aus.

Dennoch drohte die Partie den Knappen zusehends zu entgleiten, bis sie ihre Konterstärke entdeckten. Zunächst zwang Huntelaars Traumpass Drobny zu einer starken Parade gegen Jones, die wiederum einen Eckball und somit indirekt den zweiten Schalker Treffer zur Folge hatte: Nach Jurados Hereingabe stand Metzelder im Zentrum völlig frei. Ein Schuss - 2:0 (26.)! Und damit nicht genug. Nur sieben Minuten darauf klärte Drobny einen neuerlich Konter zu einer weiteren folgenschweren Ecke. Westermanns Klammern gegen Huntelaar bewertete Schiedsrichter Wolfgang Stark im Anschluss als elfmeterwürdig - eine harte Entscheidung (32.). Der Goalgetter ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte höchstselbst zum 3:0 (33.).

Kurze Zeit drohte der HSV nun auseinanderzubrechen - Pukki hätte sogar auf 4:0 erhöhen können, scheiterte aber am starken Drobny (33.) -, bis Matip die Hanseaten beinahe mit dem Pausenpfiff neuen Mut schöpfen ließ. Der Deutsch-Kameruner bediente Kacar mit einem Klärungsversuch mustergültig - nur noch 3:1 (45.)!

Offenbar hatten die Akteure ihr Pulver damit weitestgehend verschossen. Gegen nach dem Seitenwechsel deutlich höher verteidigende Schalker fand der HSV mit Wiederbeginn immer seltener Raum für gelungene Kombinationen vor. Von Aufgabe dennoch keine Spur. Nach Ballverlusten setzten sie stets konsequent nach, kombinierten sich aber zu selten zielführend in Richtung Schalker Gehäuse.

S04 tat indes nicht mehr als nötig, trat offensiv immer seltener in Erscheinung. Schalteten die Knappen doch einmal schnell um, wurde es allerdings prompt gefährlich. Als Jones Uchida mit einem öffnenden Pass auf die Reise geschickt und der Japaner von der Grundlinie zurückgelegt hatte, bot sich Raul die Riesenchance, endgültig alles klar zu machen. Sechs Meter vor dem Tor setzte der Spanier seinen Abschluss aber zu hoch an. Abstoß (73.)!

Konsequenzen hatte der Fehlschuss gleichwohl keine. Zu harmlos agierten die Gäste in der Schlussphase. Schalke verwaltete den Zwei-Tore-Vorsprung in den letzten Minuten dagegen souverän und fuhr am Ende verdient den ersten Heimsieg gegen Hamburg seit 2004 ein.

Schalke empfängt am kommenden Donnerstag Enschede zum Europa-League-Rückspiel. Der HSV hat am Samstag den SC Freiburg zu Gast.

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Schalke 04
Aufstellung:
Hildebrand (3) - 
Uchida (3) , 
Matip (3,5)    
Metzelder (2)        
Fuchs (3,5) - 
J. Jones (3)    
Höger (4)    
Jurado (3,5)        
Raul (3,5) - 
Pukki (2)        
Huntelaar (2)    

Einwechslungen:
55. Holtby (3) für Höger
79. Moritz für Jurado
89. Marica für Pukki

Trainer:
Stevens
Hamburger SV
Aufstellung:
Drobny (2) - 
Diekmeier (3) , 
Bruma (4,5) , 
Westermann (5)        
Jansen (5,5) - 
Rincon (5)    
Kacar (5)        
Sala (4,5)    
Ilicevic (5,5)        
Arslan (3,5)    
Petric (5,5)

Einwechslungen:
59. Töre (4,5) für Sala
59. Son (4,5) für Ilicevic
82. Skjelbred für Rincon

Trainer:
Fink

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Pukki (5., Kopfball, Uchida)
2:0
Metzelder (26., Rechtsschuss, Jurado)
3:0
Huntelaar (33., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Huntelaar)
3:1
Kacar (45., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Schalke:
J. Jones
(8. Gelbe Karte)
,
Matip
(4.)
,
Jurado
(2.)
HSV:
Westermann
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Ilicevic
(2.)
,
Arslan
(2.)
,
Kacar
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
11.03.2012 17:30 Uhr
Stadion:
Veltins-Arena, Gelsenkirchen
Zuschauer:
61673 (ausverkauft)
Spielnote:  3
nur in der ersten Hälfte wirklich unterhaltsam, chancenarm in der zweiten.
Chancenverhältnis:
8:4
Eckenverhältnis:
4:7
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 2
konsequent in allen Entscheidungen, auch der Elfmeterpfiff war vertretbar.
Spieler des Spiels:
Klaas Jan Huntelaar
Brandgefährlich bei Schalker Kontern, setzte seine Mitspieler gut in Szene, eiskalt beim Elfmeter
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