MSN Sport
30.11.2012, 18:00

DFB nimmt Vereine in die Pflicht

Schott fordert Eigenverantwortung der Klubs

Die Insolvenz von Alemannia Aachen und die finanziellen Schwierigkeiten einiger Drittliga-Klubs, wie z.B. Osnabrück oder Hansa Rostock, sorgten zuletzt für negative Schlagzeilen in der 3.Liga. Nun äußerte sich DFB-Direktor Ulf Schott auf dfb.de und nahm die Klubs in die Pflicht. Er fordert mehr Eigenverantwortung der Vereine.

Oftmals haben Zweitliga-Absteiger in der 3.Liga mit finanziellen Problemen zu kämpfen: Der DFB fordert nun eine Bewusstseinsänderung.
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Das "Selbstverständnis, Drittligist sein zu wollen" sei nicht vorhanden, so Schott: "Jeder sieht die 3.Liga als Durchgangsstation zur 2.Bundesliga." Daraus würde ein Hang zum Risiko resultieren, "mein Wunsch ist, dass wir da gemeinsam eine Bewusstseinsänderung hinkriegen", meinte der DFB-Direktor.

Dabei boomt die 3.Liga wie nie zuvor: "Die Liga ist sportlich hochattraktiv, die Zuschauerzahlen sind so hoch wie nie", argumentierte Schott: "Auch die Zahl der Live-Übertragungen im Fernsehen oder per Stream auf den Internetseiten der dritten Programme nimmt in der 3.Liga immer weiter zu. Das alles sind Zahlen und Fakten, die in der Diskussion gerne vergessen werden."

Beispiele wie der aktuelle Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig oder der Erstligist Fortuna Düsseldorf zeigen, dass ein Abstieg in die 3.Liga keineswegs einem Absturz in die Bedeutungslosigkeit gleichkommt.

Problematisch ist oftmals die finanzielle Fallhöhe im Falle eines Abstiegs aus der 2.Liga. "Sportlich passt die Verzahnung zwischen den beiden Ligen, da ist der Abstand nicht groß. Wirtschaftlich sieht es anders aus. Da ist die Lücke von knapp sechs Millionen Euro an Fernsehgeld pro Zweitligist zu 700.000 Euro pro Drittligist gravierender."

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