MSN Sport
22.10.2012, 22:08

Braunschweig bleibt sauber - Union siegt

1860 wird von Aue ausgebremst

Zum Abschluss des 10. Spieltags verdiente sich Aue seinen ersten Auswärtspunkt bei 1860 München. Am Wochenende hatte ausgerechnet Naki einen runden Frontzeck-Einstand beim FC St. Pauli verhindert. Vorwärts geht's für Union, Cottbus punktete in Aalen. Spektakulär holte Köln drei Punkte gegen Regensburg. Braunschweigs Weste blie auch in Dresden unbefleckt. Schon am Freitag siegten Kaiserslautern und Hertha BSC. Duisburg bleibt hingegen Letzter.

Aue verdient sich den ersten Punkt in der Fremde

Benjamin Lauth
Schwerer Stand: 1860-Kapitän Benjamin Lauth kam gegen Aue kaum zur Geltung.
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Am Montagabend ging es für 1860 München darum, den Anschluss an die Spitzenpositionen zu halten, Rang vier lockte. Doch daraus wurde nichts, weil sich der Gegner aus Aue vehement wehrte. Die Sachsen versteckten sich nicht und erarbeiteten sich einige Möglichkeiten, ehe Sylvestr im zweiten Durchgang tatsächlich die Führung gelang. Doch anschließend zog sich die Elf von Trainer Karsten Baumann zu sehr zurück. Die Löwen kam so auf und folgerichtig im Anschluss an eine Ecke zum Ausgleich. Beim leistungsgerechten 1:1 sollte es bleiben, Aue bereinigte eine letzte brenzlige Situation nach einem Stoppelkamp-Schuss. Als Erfolg kann der FC Erzgebirge das Ergebnis verbuchen: Nach saisonübergreifend sieben Niederlagen in der Fremde in Folge gab es endlich wieder etwas Zählbares mit auf den Heimweg.

Naki und Kruse verhindern Frontzecks Auftaktsieg

Ausgerechnet Naki, aber auch Paderborns Schlussmann Kruse verhinderten einen Auftakterfolg für St. Paulis neuen Coach Michael Frontzeck.
Ausgerechnet Naki, aber auch Paderborns Schlussmann Kruse verhinderten einen Auftakterfolg für St. Paulis neuen Coach Michael Frontzeck.
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Nur zum Teil gelang dem SC Paderbon am Sonntag im Heimspiel gegen den FC St. Pauli die Revanche für das 0:5 zum Ende der Vorsaison. Dafür schrieb der Fußball in Ostwestfalen eine schöne Geschichte: Der frühere Millerntor-Liebling Deniz Naki (2009-2012) kam nach knapp einer Stunde von der Bank, da stand es 0:1 aus Sicht der Hausherren. Gut zehn Minuten später hieß es dann 1:1. Nach einer sehenswerten Ballstafette gab Naki Tschauner das Nachsehen. Die in der Anfangs- und Schlussphase des Spiels brandgefährlichen Hamburger bleiben also seit dem 4. Spieltag (2:1 gegen Sandhausen) sieglos und im Keller stecken. Auch mit dem neuen Trainer Michael Frontzeck. Paderborns Schlussmann Kruse parierte in der letzten Minute zweimal glänzend.

Heitmeiers Bärendienst - FSV unterliegt an der Försterei

Der 1. FC Union ist weiter auf dem Vormarsch. Gegen den FSV Frankfurt gelang ein verdienter 1:0-Heimsieg, den Kapitän Mattuschka per Handelfmeter (17.) sicherstellte. In dieser Situation war Heitmeier der Übeltäter, und der hatte schon Gelb gesehen. Mit der Ampelkarte belegt verließ er den Platz, auf dem sich fortan zehn Frankfurter heftig, aber letztlich erfolglos mühten. Nach vier Spielen ohne Sieg finden sich die Hessen im Tabellenmittelfeld wieder, dem nun auch die Neuhaus-Elf angehört.

Dausch rettet Aalener Punkt

Aufsteiger Aalen rettete gegen ersatzgeschwächte Cottbuser in der Schlussphase noch einen Zähler. Von Cidimar bedient schoss der Mittelfeldmann bereits zum fünften Mal in dieser Saison ein. Sanogo hatte den FC Energie mit einem schulmäßigen Kopfball kurz zuvor in Führung gebracht. Die Lausitzer beklagten zwei weitere Verletzungsausfälle: Fenin und Engel schieden aus.

Braunschweig bleibt sauber

Führung: Braunschweigs Dennis Kruppke (rechts) jubelt mit Kevin Kratz.
Führung: Braunschweigs Dennis Kruppke (rechts) jubelt mit Kevin Kratz.
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Der 1. FC Köln setzte seinen Aufwärtstrend in Regensburg fort, gewann nach einer packenden Schlussphase und einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2. Doch lange hatte der Jahn die Nase vorn. Regensburg ging vom Start weg konsequent und aggressiv in die Zweikämpfe. Den Lohn holten sich die Oberpfälzer für die gute Anfangsphase bereits nach fünf Minuten ab. Im Anschluss an Nachreiners Einwurf zog Müller aus rund 17 Metern einfach mal ab und der Ball sprang von der Latte ins Tor. Die Kölner hatten zwar mehr vom Spiel, aber gute Chancen konnten sie sich eben nicht erarbeiten. Dagegen konterte Regensburg, dabei ließ Djuricin die größte Gelegenheit ungenutzt. Und als Müller auch noch einen Strafstoß rausholte, den Rahn sicher verwandelte, schien die Messe gelesen. Doch urplötzlich kippte die Partie. Ujah brachte den FC in der Schlussphase ran und Maroh glich aus. Nun zitterte den Regensburgern die Beine, Bigalke nutzte es und feuerte aus 17 Metern einen Schuss ab, der seinen Weg ins Ziel fand: 3:2.

Braunschweig ließ sich auch von Dresden nicht beirren, fuhr beim 2:0 gegen Dynamo den achten Saisonsieg ein und bleibt damit ungeschlagen mit fünf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Nur sehr mühsam kam die zweikampfbetonte Partie zunächst in Fahrt. Hüben wie drüben passierte in den Strafräumen nur wenig. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte schaltete Braunschweig einen Gang höher. Zunächst scheiterte Bicakcic per Kopf, Keeper Kirsten reagierte auf der Linie hervorragend. Sekunden später klingelte es. Kruppke köpfte am kurzen Pfosten eine Ecke in die lange Ecke. Mit der anfänglichen Langeweile war es spätestens nach dem Wechsel vorbei. Binnen weniger Minuten flogen Bregerie (Gelb-Rot) und Koch (Rot) vom Feld. Die Eintracht spielte das Match ganz cool zu Ende und als Kumbela auf 2:0 erhöhte, waren alle Zweifel beseitigt.

Kaiserslautern und Hertha geben sich keine Blöße

Per Kluge
Brachte Hertha kurz nach der Pause auf die Siegerstraße: Per Kluge.
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Nur ein Sieg aus fünf Auftritten am Betzenberg: Kaiserslautern wollte gegen das auswärtsschwache Sandhausen seine ausbaufähige Heimbilanz aufpolieren - und erwischte dank Idrissou (4.) einen Start nach Maß. Der SVS, bei dem FCK-Leihgabe Wooten in der Startelf stand, gab durch Achenbach (8.) allerdings die schnelle Antwort. In einem temporeichen ersten Durchgang brachte FCK-Kapitän Bunjaku die Hausherren mit seinem ersten Heimtor zurück auf die Siegerstraße. Nach dem Wechsel bot die Partie nur noch wenige Höhepunkte. Der zweite Heimsieg der Schützlinge von Trainer Franco Foda geriet gegen harmlose Gäste nicht mehr in Gefahr. Debütant Hajri sorgte mit seinem ersten Zweitligator für den 3:1-Endstand.

Der FCK bleibt damit am Tabellenzweiten Hertha BSC dran, der in Bochum einen 2:0-Erfolg verbuchte. In der ersten Hälfte war das Spiel von zwei starken Defensivreihen geprägt, die wenig zuließen. Hatte Kluge die Führung kurz vor der Pause noch knapp verpasst, machte er es 39 Sekunden nach Wiederanpfiff nach schöner Vorarbeit von Ronny besser. In der Folge hatte Hertha weitere Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Die Bochumer waren bemüht, ließen letztlich aber einmal mehr die nötige Durchschlagskraft vermissen, um den zweiten Berliner Auswärtssieg noch abwenden zu können, den Ndjeng nach einem Fehler von Chaftar endgültig unter Dach und Fach brachte. Dass Wagner noch einen Elfmeter verschoss, fiel nicht ins Gewicht. Während Hertha seit nunmehr acht Spielen ohne Niederlage oben dranbleibt, steckt Bochum weiter im Tabellenkeller fest.

Auswärtsstarker FCI siegt in Duisburg

Gleiches gilt für den MSV Duisburg, der es im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt verpasste, die "Rote Laterne" zumindest vorübergehend an den FC St. Pauli abzugeben. Nachdem beide Teams im ersten Durchgang die Latte getroffen hatten, war es Leitl, der die Gäste in der 64. Minute in Führung brachte, als er einen Konter erfolgreich abschloss. Fortan dominierten die "Schanzer" die Partie und vergaben mehrere große Chancen zur Vorentscheidung. Da der MSV harmlos blieb, rächte sich das jedoch nicht. Caiuby sorgte kurz vor Schluss für den 2:0-Endstand. Somit bleibt es dabei: Schlusslicht Duisburg ist in dieser Saison zuhause noch sieglos, Ingolstadt auswärts noch ohne Niederlage. Für den FCI war es im siebten Anlauf der erste Erfolg gegen die "Zebras".

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