St. Paulis Talfahrt - Kölns Aufwärtstrend - Remis im Top-Duell
Ex-Zebra Wagner rettet Berlin einen Punkt
Im Montagsspiel beschlossen der MSV Duisburg und Hertha BSC den Spieltag. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt ging es für die noch sieglosen Duisburger darum, den Anschluss nicht zu verlieren. Der Druck war groß und nahm noch zu, als der wieder in der Startformation stehende Hubnik schon in der vierten Minute das Leder zur Hertha-Führung ins Tor spitzelte. Das Spiel bot lange nicht viel, erst im zweiten Durchgang kam richtig Leben in die Begegnung, weil die Duisburger die Schlagzahl erhöhten und insbesondere ihre Stärke bei hohen Bällen ausspielten. So drehten die Zebras durch die ersten beiden Saisontore von Baljak nicht unverdient die Partie (55., 72.), gaben die Führung aber wieder aus der Hand. Wagner bedankte sich für den gebotenen Freiraum und stellte den 2:2-Endstand her. Die Berliner verpassen dadurch den möglichen Sprung auf Platz zwei. Der MSV zeigt weiter aufsteigende Tendenz, behält aber mit lediglich zwei Zählern weiterhin die Rote Laterne.
Zum Gipfelduell im doppelten Sinn gastierte am Sonntag Spitzenreiter Eintracht Braunschweig bei Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg. Bei den Roten Teufeln schlägt derzeit das Verletzungspech in Serie zu. Kapitän Bunjaku fehlte ebenso wie Baumjohann, Alushi fällt mit Kreuzbandriss ohnehin lange aus. Beim Aufwärmen erwischte es dann auch noch Azaouagh. Dennoch sah es lange nach einem Erfolg der Lauterer aus, für die Dick einen direkten Freistoß sehenswert verwandelte (25.). Stark auftretende Braunschweiger liefen dem Rückstand lange hinterher, ehe der eingewechselte Ademi im Strafraum zum Solo ansetzte, die gesamte FCK-Abwer im Alleingang düpierte und den Ausgleich erzielte (75.). Zum Sieg reichte es aber auch für die Löwen nicht mehr, die Rote Karte für Lauterns Debütant Riedel in der Nachspielzeit wirkte sich nicht mehr entscheidend aus. Beide Teams bleiben ungeschlagen, Braunschweig vergrößert den Vorsprung an der Spitze auf drei Zähler.
Der VfL Bochum kommt weiterhin nicht richtig in Tritt. Auch im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt tat sich die Bergmann-Elf schwer, Caiuby nutzte schon früh einen Stellungsfehler von Brügmann und köpfte zur Gästeführung ein (9.). Die Bochumer agierten ohne den nötigen Druck, die Schanzer hatte defensiv lange alles im Griff. Knifflig wurde es, als erst Iashvili im Strafraum zu Fall kam (58.) und wenig später Goretzka den Pfosten traf (64.). Die Bemühungen des VfL schienen schon vergebens zu sein, doch Brügmann belohnte die Westdeutschen in der Schlussphase und rettete zumindest noch einen Punkt (85.).
Nichts für schwache Nerven war das Sachsenderby zwischen Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue. Dynamo erwischte den klar besseren Start, Bregerie veredelte zweimal Standardflanken von Fiel (24., 28.), doch die Auer ließen sich nicht entmutigen. Selbst als Schlitte für eine völlig unnötige Aktion zu Recht vom Platz gestellt wurde (61.), kämpften die Erzgebirgler weiter und wurden durch den von Silvestr erzielten ersten Auswärtstreffer belohnt (83.). Es wurde nochmal spannend in Dresden, ehe Jänicke in der 89. Minute den Hoffnungen der Gäste mit dem 3:1 ein Ende setzte.
Erste Pleite für Cottbus - "Löwen" torhungrig
Energie Cottbus (ohne seinen verletzten Topvorbereiter Stiepermann) kassierte in der "Alten Försterei" am Samstag die erste Niederlage der Saison und verpasste damit den zwischenzeitlichen Sprung an die Tabellenspitze. Der 1. FC Union erarbeitete sich in der ersten Hälfte ein Chancenplus und ging durch Terodde (35.) früh in Führung. Nach Adlungs Ausgleich kurz nach der Pause (50.) entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem Quiring die schnelle Antwort parat hatte (55.). Sanogo vergab die große Chance zum Ausgleich, als er vom Elfmeterpunkt an Haas scheiterte (70.). Schönheim hatte wegen einer Notbremse am Ivorer Rot gesehen. Auch Cottbus beendete das Spiel allerdings nicht mit elf Mann - und kassierte in der Nachspielzeit noch das 1:3. Union springt nach dem zweiten Heimsieg in Folge ins Tabellenmittelfeld.
Im Duell zwischen 1860 München und dem SV Sandhausen waren die Rollen von Beginn an klar verteilt. Lauth vergab zwar die Großchance zur frühen Führung (2.), doch die Richtung war vorgegeben. Die "Löwen" waren klar am Drücker - und führten nach 24 Minuten schon mit 3:0. Halfar war als Torschütze und Vorbereiter an zwei Treffern beteiligt. Spätestens als Lauth Sekunden nach Wiederanpfiff ein viertes Tor nachlegte, war die Partie entschieden. Danach schalteten die "Löwen" ein paar Gänge zurück. 1860, das nach acht Spielen weiterhin ungeschlagen ist und sechsmal ohne Gegentor blieb, nähert sich durch den Sieg weiter den direkten Aufstiegsplätzen. Der SVS muss sich nach der dritten Pleite in Serie weiter nach unten orientieren.
Regensburg schockt St. Pauli
Drei Spiele standen am Freitagabend auf dem Programm. Und die Partien hatten es durchaus in sich.
Besonders im Mittelpunkt stand der Auftritt des FC St. Pauli bei Jahn Regensburg. Für die Kiez-Kicker war es das erste Spiel nach der Entlassung von Ex-Trainer André Schubert am Mittwoch. Aber das Interimstrio bestehend aus den Ex-Spielern Thomas Meggle, Timo Schulz und Mathias Hain konnte in den letzten zwei Tagen nicht die Trendwende einleiten. St. Pauli präsentierte sich völlig verunsichert. Besonders im Vorwärtsgang wollte bei den Hanseaten fast nichts gelingen. Regensburg bot eine konzentrierte Leistung und schlug im richtigen Augenblick zu. Sembolo (24.) und Müller (45.) stellten die Weichen bereits in der ersten Halbzeit auf Sieg. Nach der Pause legte dann erneut Sembolo (55.) nach. Auch in der Folgezeit kam keine Reaktion von St. Pauli, Regensburg hatte keine Mühe den höchsten Saisonsieg unter Dach und Fach zu bringen.
Der Jahn feierte seinen zweiten Dreier in Folge und konnte sich dadurch ins Mittelfeld vorarbeiten. St. Pauli dagegen bezog die dritte Niederlage in den letzten vier Ligaspielen und steckt weiter im Keller fest. Für das Trio Meggle, Schultz und Hain dürfte es der erste und zugleich letzte Auftritt gewesen sein, denn keiner der Ex-St.-Pauli-Spieler besitzt die notwendige Fußball-Lehrer-Lizenz. Nun ist also Manager Rachid Azzouzi gefordert.
Aalen und Köln marschieren
Für Schuberts Demission zeichnete sich auch der VfR Aalen durch seinen 1:0-Sieg am Millerntor am Dienstag verantwortlich. Und die Ostalbstädter legten gegen den enttäuschenden FSV Frankfurt mit einem 3:0 (1:0) nach. Für das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl erzielten Dausch (19.) und Hofmann (51.) jeweils zwei mehr als sehenswerte Tore, Valentini durfte auch noch (88.). Der Aufsteiger feierte seinen dritten Erfolg am Stück und kassierte dabei noch nicht einmal ein Gegentor! Der FSV, der gut in die Saison startete, verliert nach der zweiten Pleite am Stück wohl vorerst seine Position in der Spitzengruppe.
Auf der Erfolgsspur blieb auch der 1. FC Köln. Die Geißböcke, die unter der Woche ihren ersten Sieg feierten, legten mit einem 2:1 (1:0)-Erfolg beim SC Paderborn nach. Ujah (18.) erzielte die Führung für die Elf von Trainer Holger Stanislawski, die Zeitz in der 53. Minute egalisierte. Doch dann tankte sich Bröker auf der rechten Seite gekonnt durch und passte per technisch feinem Außenrist-Pass in die Mitte, wo Chihi völlig freistehend gar nicht anders konnte, als den Sieg zu erzielen (70.). Die Rheinländer stellten endgültig den Kontakt zum Mittelfeld her, Paderborn verliert die vorderen Ränge langsam aus den Augen. SCP-Coach Stephan Schmidt muss zudem die nächsten Spiele auf Torschütze Zeitz verzichten, der nach einem Foul gegen Chihi noch die Rote Karte sah (81.).
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2. Bundesliga - Tabelle
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Eintracht Braunschweig | 13:3 | 20 |
| 2 | ![]() | Energie Cottbus | 14:8 | 17 |
| 3 | ![]() | 1860 München | 13:3 | 16 |
| 4 | ![]() | 1. FC Kaiserslautern | 14:9 | 16 |
| 5 | ![]() | VfR Aalen | 12:8 | 15 |
| 6 | ![]() | Hertha BSC | 13:10 | 15 |
| 7 | ![]() | FSV Frankfurt | 12:10 | 14 |
| 8 | ![]() | FC Ingolstadt 04 | 10:10 | 12 |
| 9 | ![]() | SC Paderborn 07 | 14:11 | 10 |
| 10 | ![]() | Jahn Regensburg | 8:7 | 9 |
| 11 | ![]() | VfL Bochum | 5:9 | 9 |
| 12 | ![]() | Dynamo Dresden | 11:12 | 8 |
| 13 | ![]() | 1. FC Union Berlin | 11:13 | 8 |
| 14 | ![]() | 1. FC Köln | 6:9 | 8 |
| 15 | ![]() | FC St. Pauli | 4:10 | 6 |
| 16 | ![]() | SV Sandhausen | 7:14 | 6 |
| 17 | ![]() | Erzgebirge Aue | 4:11 | 5 |
| 18 | ![]() | MSV Duisburg | 5:19 | 2 |
2. Bundesliga - Torjäger 2012/13
| 1. Kumbela, Domi | Eintracht Braunschweig | ![]() |
| Spiele: 30 | Tore: 19 | |
| 2. Ginczek, Daniel | FC St. Pauli | ![]() |
| Spiele: 31 | Tore: 18 | |
| 3. Ronny | Hertha BSC | ![]() |
| Spiele: 33 | Tore: 18 | |
| 4. Idrissou, Mohamadou | 1. FC Kaiserslautern | ![]() |
| Spiele: 32 | Tore: 17 | |
| 5. Sanogo, Boubacar | Energie Cottbus | ![]() |
| Spiele: 32 | Tore: 15 | |
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