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FC St. Pauli
1. FC Kaiserslautern
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.











Erste Niederlage der Pfälzer

Ginzcek beendet Lauterns Nimbus

Als letztes Profiteam hat es nun auch Kaiserslautern erwischt: In einer kampfbetonten Partie konnte der FCK seine spielerischen Vorteile am Millerntor nicht in einen durchaus möglichen Punktgewinn ummünzen und hatte Pech, dass für das zunächst biedere St. Pauli im ersten Durchgang dreimal Aluminium rettete. Nach Wiederanpfiff wurde die Frontzeck-Elf mutiger und belohnte sich mit verbessertem Offensivspiel Mitte des zweiten Abschnitts mit denm Siegtreffer.

Kalla (li.) vs. Lauterns Kapitän Bunjaku
Kaiserslauterns Kapitän Albert Bunjaku greift im Duell mit Philipp Kalla zu unlauteren Mitteln - am Ende vergeblich.
© picture-alliance Zoomansicht

St. Paulis Trainer Michael Frontzeck tauschte im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Braunschweig viermal Personal aus: Für Daube, Schindler, Ebbers sowie Bartels (Rotsperre) liefen Kringe, Thy, Gogia und Ginczek auf.

FCK-Coach Franco Foda zog nach dem mageren 1:1 gegen Regensburg viele personelle Konsequenzen. Seine Abwehrkette stellte er fast komplett um, brachte Riedel (Startelfdebüt), Simunek und Jessen für Dick (Gelbsperre), Torrejon (Trauerfall) und Bugera (Bank). Davor erwischte es Zellner, Fortounis und Zuck, für die Linsmayer, Azaouagh und Idrissou den Weg in die Startelf fanden.

Am Millerntor attackierten beide Teams den Gegner schon früh, unterbanden zielgerichtete Aktionen in der Anfangsphase auf beiden Seiten so erfolgreich. Der FCK fand als Erster den Faden, gleich dreimal rettete Aluminium für die Hausherren: Nach Azaouaghs Flanke sprang der Ball nach Kallas verunglückter Rettungsaktion an den linken Pfosten (9.). Der musste auch bei Borysiuks Knaller von der Strafraumgrenze herhalten (10.), ehe Idrissou nach einer Ecke das rechte äußere Torgestänge anvisierte (11.).

Nach der Chancenserie der Pfälzer spielte sich das Geschehen bei gleichverteilten Anteilen hauptsächlich im Mittelfeld ab. Die Partie war kampfbetont, Gelbe Karten für Idrissou und Baumjohann die Folge. St. Pauli kompensierte die technischen Vorteile der Roten Teufel mit erhöhtem Einsatzwillen, kam aber bei seinen zu umständlichen Angriffsbemühungen kaum in vielversprechende Position.

Eine echte Gelegenheit blieb so für die Frontzeck-Elf aus, auf der anderen Seite näherten sich Jessen (23.) und Idrissou (27.) zumindest dem Tor an. Lautern bestimmte das Geschehen bis zur Pause immer mehr. Aber Azaouagh konnte eine Freistoßchance aus aussichtsreicher Position nicht nutzen (33.), und Idrissou war an der Strafraumgrenze nach Bunjakus Pass zu unentschlossen (38.).

Durchgang zwei startete mit unverändertem Personal, aber äußerst zäh. Nach zehn Minuten mündete Gogias gelungenes Dribbling gegen Riedel in eine Kopfballchance für Thy (55.), wesentlich enger war es auf der Gegenseite nach Boysiuks Distanzschuss, den Tschauner mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenkte (56.).

St. Pauli wurde im weiteren Verlauf mutiger. Ginzcek verpasste durch schlechte Ballannahme die Großchance frei vor Sippel (64.), durfte sich aber wenig später doch als glücklicher Torschütze feiern lassen: Nach Buchtmanns Hereingabe rauschte der Ball an Heintz und Sippel vorbei zu Ginzcek, der im Fünfer vor dem leeren Tor erst den rechten Pfosten traf und den Abpraller dann über die Linie drückte (67.).

Foda brachte frische Kräfte (71.), doch Buchtmann stand dicht vor dem 2:0, scheiterte aber an Sippel (72.). Lediglich Riedel tauchte in der Schlussphase für den FCK noch gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf, sein Schrägschuss sauste aber vorbei (83.). Danach kamen die Pfälzer gegen klug verteidigende Hanseaten nicht mehr zum Zug und mussten die erste Saisonniederlage einstecken.

St. Pauli spielt kommenden Sonntag (13.30 Uhr) gegen Erzgebirge Aue, Kaiserslautern gastiert bereits am Freitag (18 Uhr) bei Union Berlin.

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC St. Pauli
Aufstellung:
Tschauner (2)    
Kalla (3,5) , 
Avevor (2) , 
Thorandt (2,5) , 
Schachten (3)    
Funk (3) , 
Kringe (3)    
Thy (5)    
Buchtmann (2,5)    
Gogia (4,5)    
Ginczek (2)    

Einwechslungen:
71. Schindler für Thy
78. Daube für Kringe
90. + 1 Ebbers für Gogia

Trainer:
Frontzeck
1. FC Kaiserslautern
Aufstellung:
Sippel (4) - 
Riedel (3) , 
Simunek (4,5) , 
Heintz (4,5) , 
Jessen (4)    
Borysiuk (3)    
Linsmayer (3,5)    
Azaouagh (4)    
Baumjohann (4)    
Bunjaku (3,5)    
Idrissou (3)    

Einwechslungen:
71. Zuck für Azaouagh
71. Zellner für Borysiuk
88. Abel für Jessen

Trainer:
Foda

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Ginczek (67., Rechtsschuss, Buchtmann)
Gelbe Karten
St. Pauli:
Schachten
(4. Gelbe Karte)
,
Buchtmann
(2.)
K'lautern:
Idrissou
(6. Gelbe Karte)
,
Baumjohann
(3.)
,
Linsmayer
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
01.12.2012 13:00 Uhr
Stadion:
Millerntor-Stadion, Hamburg-St. Pauli
Zuschauer:
21045 (ausverkauft)
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 2
hatte die leicht zu leitende Partie souverän und fehlerfrei im Griff.
Spieler des Spiels:
Daniel Ginczek
drehte nach der Pause auf, stark als Anspielstation und mit Glück im Abschluss.
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