MSN Sport
02.12.2012, 11:24

Spurs gewinnen Topduell im Westen gegen die Grizzlies

Mayo erste Sahne - Miami für die Nets zu heiß

Strategie mit dem erhofften positiven Effekt: Die ausgeruhten Routiniers der San Antonio Spurs gewannen nach der in Kauf genommenen Niederlage beim Meister in Miami ihr (wichtigeres) Heimspiel gegen den West-Rivalen Memphis - die Knochen hielten sogar in der Verlängerung. Der Champion hielt indes den aufkommenden Ost-Anwärter Brooklyn am South Beach in Schach. Und die Mavericks? Dallas ist nach dem Pflicht-Heimsieg über die Detroit Pistons wieder in der Spur.

Zurück in der Spur: O.J. Mayo, hier gegen Detroits Kyle Singler (re.), lieferte gegen die Pistons wieder eine starke Leistung ab.
Zurück in der Spur: O.J. Mayo, hier gegen Detroits Kyle Singler (re.), lieferte gegen die Pistons wieder eine starke Leistung ab.
© Getty Images Zoomansicht

Kurz zum weiterhin Nowitzki-losen Ex-Meister: Die Mavs gewannen ihr Heimspiel gegen die schwach in die Saison gekommenen Pistons klar mit 92:77. Erfreulich waren vor allem zwei Aspekte. 1.) O.J. Mayo, Topscorer der Texaner, fand nach zuletzt schwächeren Vorstellungen wieder zu alter Form zurück - und auch sein "heißes Händchen von draußen". Beim entscheidenden Lauf im dritten Viertel streute der Neuzugang aus Memphis mal eben drei Dreier in Reihe ein und sammelte 16 von 17 Mavs-Punkten in dieser Phase. Am Ende standen 27 Punkte und ein 92:77-Erfolg der Hausherren.

2.) Routinier Derek Fisher feierte ein (zwar moderates) Debüt im neuen Dress, doch allein seine Anwesenheit schien den angeschlagenen und zuletzt etwas uninspriert wirkenden neuen Point Guard Darren Collison zu beflügeln - acht Assists, kein Turnover. Fisher (38) traf zwar nur einen seiner acht Würfe, zeigte aber bei einigen Dunking-Vorlagen sein Können.

Nach drei Niederlagen in Serie verbuchten die Mavericks damit im 17. Saisonspiel den achten Sieg, bleiben als Zehnter im Westen allerdings außerhalb der Play-off-Plätze. Insgesamt ließen die Mavericks im vorletzten Durchgang nur elf Punkte der auswärtsschwachen Pistons zu (nur ein Sieg in der Fremde), die mit der Bilanz von 5:13 im Osten nur Zwölfter sind. Positiv war auch die Abwehrleistung: Chris Kaman und Co. hatten vor allem den gefürchteten "Langen" im Dress der Gäste, Greg Monroe, bestens im Griff. Center Monroe verwandelte nur vier seiner 17 Würfe, eine erbärmliche Ausbeute für einen Spieler, der vor allem am Brett agiert. 15 Rebounds Monroes konnten die Zahlen des Gästestars kaum kaschieren.

Topspiel im Osten: Miami am Ende zu stark für Brooklyn

In der Eastern Conference kommen die Fans derzeit schon in den Genuss von Spielen mit Play-off-Charakter. So hatten die Brooklyn Nets jüngst die erste Auflage des Stadtduells gegen die New York Knicks gewonnen und sich auch entsprechend feiern lassen. Während sich die Machtverhältnisse im Big Apple drehen könnten, scheint ein Sprung der Nets an die Spitze im Ost-Tableau noch in größerer Ferne zu liegen. Denn Champion Miami Heat gewann am Samstag das mit Spannung erwartete Duell mit dem neuformierten Klub deutlich mit 102:89.

LeBron James, Dwyane Wade, Chris Bosh gegen Deron Williams, Joe Johnson und Gerald Wallace! Anfangs spielten die Gäste groß auf, lagen auch zur Halbzeit mit neun Zählern vorn; 14 waren es zwischenzeitlich maximal. Doch dann erlaubten leichte Ballverluste im Spielaufbau dem Favoriten Fast-Break-Punkte, die das Spiel doch kippen ließen.

Vor allem Wade tat sich hervor, der am Ende auf 34 Punkte kam. Der "King" fügte 21 hinzu, Routinier Ray Allen 13. "Ich wusste, dass dies ein wichtiges Spiel für uns ist - gegen einen wirklich starken Gegner", sagte Matchwinner Wade, der sich mit einer XL-Vorbereitungszeit vor dem Duell extraheiß gemacht hatte. "Ich wollte nur sichergehen, dass ich bereit bin", sagte er danach.

Nach sechs Siegen in Folge sind die Heat mit 12:3 Erster im Osten (Heimbilanz 8:0), Brooklyn fiel auf 11:5 und damit wieder hinter die Knicks (11:4) zurück. Für die Nets war Andray Blatche (20) bester Punktesammler vor den Stars Wallace (13), Johnson (12) und Williams (10 bei 12 Assists). Insgesamt verloren die Nets zum zwölften Mal in Serie gegen Miami.

Topspiel im Westen: Popovichs Rechnung geht auf

Was war über die Maßnahme von Spurs-Coach Gregg Popovich diskutiert worden. Der hatte beim einzigen Auftritt seiner Mannschaft in Miami gleich vier Leistungsträgern eine Pause verordnet. Zum Ärger von NBA-Boss David Stern, der sein Fünf-Milliarden-Dollar-Unternehmen natürlich immer und zu jeder Zeit bestens dargestellt sehen möchte. Und das funktioniert eben nicht, wenn ein West-Gigant beim Meister im Rahmen einer landesweiten TV-Übertragung mit der B-Formation antritt.

Und so gab es 250.000 Dollar Strafe - und eine Niederlage in Miami obendrein. Doch die war ja einkalkuliert worden. Denn insgesamt läuft es für die wenig populären Spurs ja rund in dieser Saison. Und das folgende Spiel war ja auch viel wichtiger. San Antonio zu Hause gegen den aufstrebenden Westrivalen Memphis!

Mit ausgeruhten Knochen trumpften Guard Tony Parker (30 Punkte) und Center Tim Duncan (27 P., 15. R.) riesig auf und führten ihre Mannschaft zum 99:95-Sieg, den die Spurs erst in der Verlängerung sicherstellten. Diese hatte mit Manu Ginobili ein weiterer ausgeruhter Routinier per Dreier nervenstark herbeigeführt.

Und Popovich - von den heimischen Fans mit donnerndem Applaus begrüßt - kündigte an, auch in Zukunft wichtigen Spielern Auszeiten zu geben, wenn es ihm angebracht erscheint. Popovich/Stern - das wird wohl keine leidenschaftliche Ehe mehr werden. Und Popovich ("ich denke aus der Trainerperspektive, die Liga aus Business-Sicht") bekam Unterstützung von Mavs-Eigner Mark Cuban, der sich ja gerne wortgewaltig mit den Ligaoberen anlegt und die verhängten Strafen aus der Portokasse bezahlt. Cuban bezeichnete die Ansetzung des Spurs-Auswärtsspiels in Miami am Ende einer langen Auswärtsreise schlichtweg als dumm.


Ergebnisse, Samstag, 01. Dezember

Miami Heat - Brooklyn Nets 102:89, Cleveland Cavaliers - Portland Trail Blazers 117:118 n.V., Chicago Bulls - Philadelphia 76ers 93:88, New Orleans Hornets - Oklahoma City Thunder 79:100, Houston Rockets - Utah Jazz 124:116, Milwaukee Bucks - Boston Celtics 91:88, San Antonio Spurs - Memphis Grizzlies 99:95 n.V., Dallas Mavericks - Detroit Pistons 92:77, Los Angeles Clippers - Sacramento Kings 116:81, Golden State Warriors - Indiana Pacers 103:92´


Die Besten des Tages

Punkte: Dwyane Wade (Miami) 34, Tony Parker (San Antonio) 30, O.J. Mayo (Dallas), Tim Duncan (San Antonio) je 27, Luol Deng (Chicago) 25; Rebounds: Anderson Varejao (Cleveland) 17, Larry Sanders (Milwaukee) 16, Parker, Zach Randolph (Memphis), Greg Monroe (Detroit) je 15; Assists: Mike Conley Jr. (Memphis), Deron Williams (Brooklyn) je 12, Damian Lillard (Portland), Jason Terry (Boston), Stephen Curry (Golden State) je 11: Dreier: Mayo, Marcus Thornton (Sacramento) je 6/9; Steals: Manu Ginobili (San Antonio) 6; Blocks: Sanders, Roy Hibbert (Indiana), Jason Maxiell (Detroit) je 5

Abdul-Jabbar vor Malone und Jordan - Nowitzki Zehnter
Die besten Punktesammler in der NBA-Geschichte
Kareem Abdul-Jabbar (38.387 Punkte)
Platz eins: Kareem Abdul-Jabbar (38.387 Punkte)

© Getty Images

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National Basketball Association - 5. Woche 26.11. - 02.12.

Heim GastErg.
Brooklyn Nets - New York96:89 OT
 
Washington - San Antonio92:118
 
Detroit - Portland108:101
 
Chicago - Milwaukee92:93
 
Memphis - Cleveland84:78
 
Oklahoma City - Charlotte114:69
 
Utah - Denver105:103
 
LA Clippers - New Orleans98:105
 
Philadelphia - Dallas100:98
 
Cleveland - Phoenix78:91
 
Houston - Toronto117:101
 
Sacramento - Minnesota89:97
 
LA Lakers - Indiana77:79
 
Washington - Portland84:82
 
Orlando - San Antonio89:110
 
Boston - Brooklyn Nets83:95
 
Atlanta - Charlotte94:91
 
Detroit - Phoenix117:77
 
Chicago - Dallas101:78
 
Milwaukee - New York88:102
 
Memphis - Toronto103:82
 
New Orleans - Utah84:96
 
Oklahoma City - Houston120:98
 
LA Clippers - Minnesota101:95
 
Miami - San Antonio105:100
 
Golden State - Denver106:105
 
Toronto - Phoenix101:97
 
Charlotte - Philadelphia98:104
 
Orlando - Brooklyn Nets86:98
 
Boston - Portland96:78
 
New York - Washington108:87
 
Atlanta - Cleveland111:113
 
Memphis - Detroit90:78
 
Oklahoma City - Utah106:94
 
Minnesota - Milwaukee95:85
 
Sacramento - Indiana92:97
 
LA Lakers - Denver122:103
 
Miami - Brooklyn Nets102:89
 
Cleveland - Portland117:118 OT
 
Chicago - Philadelphia93:88
 
New Orleans - Oklahoma City79:100
 
Houston - Utah124:116
 
Milwaukee - Boston91:88
 
San Antonio - Memphis99:95 OT
 
Dallas - Detroit92:77
 
LA Clippers - Sacramento116:81
 
Golden State - Indiana103:92
 
New York - Phoenix106:99
 
LA Lakers - Orlando103:113

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