MSN Sport
22.06.2012, 07:49

NBA-Finals, Spiel 5: Vierter Sieg beschert Miami den Titel

121:106! Der "King" besteigt erstmals den Thron

Die Miami Heat haben sich erstmals in der "Big Three"-Ära den Titel der National Basketball Association gesichert. In Spiel 5 der "Best-of-seven"-Finalserie gewann das Team um LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh in beeindruckender Art und Weise mit 121:106. Für "King" James, der neben einem Triple Double auch noch zum Finals-MVP gekürt wurde, ist es die erste Meisterkrönung in seiner neunten NBA-Saison.

Der King bekommt den Ring, die Meistertrophäe gab's direkt nach Spiel 5: LeBron James.
Der King bekommt den Ring, die Meistertrophäe gab's direkt nach Spiel 5: LeBron James.
© Getty Images Zoomansicht

"Ein Traum wird wahr", sagte ein überwältigter James umgehend nach Spielschluss und fügte hinzu: "Verdammt nochmal, es wurde aber auch Zeit. Das ist der glücklichste Tag in meinem Leben." Zuvor mussten allerdings noch 48 Minuten Basketball gespielt werden, in denen "The Chosen One" mit einem Triple Double (26 Punkte, elf Rebounds, 13 Assists) einmal mehr seine wahre Klasse bewies. Der "King" bekommt seinen Ring! Doch der Reihe nach:

Vom Tipoff an zeigte sich, dass Miami kein Interesse daran hatte, noch einmal nach Oklahoma City zu einem möglichen sechsten bzw. siebten Aufeinandertreffen zu reisen. Vor eigenem Publikum, an jener Stelle wo Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks vor genau zwölf Monaten die goldene Larry-O'Brien-Trophäe in die Luft gestreckt hatten, wollten sich die Heat nun ebenfalls zum Meister krönen. Mit starken Bewegungen zum Korb und einer überragenden Trefferquote von 58 Prozent führte Miami nach zwölf Minuten mit 31:26.

Ein Hauch von "Killer Miller" geht durch die Halle Bei OKC wollte der Ball aus dem Feld einfach nicht fallen. Auch nicht bei Russell Westbrook, der in Spiel 4 noch 43 Punkte erzielt hatte. Mit einer nahezu perfekten Ausbeute von der Freiwurflinie (insgesamt 23 von 26) blieb OKC zunächst noch in Schlagdistanz, ehe Mike Miller aufdrehte.

Der von Rückenproblemen geplagte Guard traf alle seine vier Distanzwürfe in der ersten Hälfte (am Ende waren es sieben Dreier), kassierte jedoch auch vier Fouls. Dennoch hatte Miller, dessen unglaubliche Wurfleistung stark an Hall-of-Famer Reggie Miller (Spitzname: "Killer Miller") erinnerte, so einen Bärenanteil an einem zwischenzeitlichen 17-Punkte-Polster der Heat (53:36).

Nach Battier und Chalmers also schon der dritte Rollenspieler der Heat, der maßgebliche Unterstützung für die "Big Three" leistete. Trotz der optisch klaren Dominanz waren es zur Pause gerade einmal zehn Punkte Vorsprung für Miami (59:49).

Nach Durants Turnover läuft Miami "von draußen" heiß

Zu Beginn des dritten Viertels deutete sich in den ersten Moment gar ein erneutes Comeback der Thunder an, ehe Kevin Durant (32 Punkte, elf Rebounds) bei einem Fastbreak, der die Führung der Heat auf drei Zähler hätte schrumpfen lassen können, den Ball an Shane Battier verlor. Stattdessen trafen jener Battier und Mario Chalmers "von draußen" binnen Sekunden gleich zweimal mitten ins Herz von Oklahoma City. Fünf Dreier waren es im Abschnitt, den Miami mit 36:22 für sich entschied (95:71).

Die Messe war faktisch gelesen. Vor allem, nachdem Miller mit zwei weiteren von insgesamt 14 Heat-Dreiern die American Airlines Arena zum Kochen brachte. Das musste auch Thunder-Coach Scott Brooks anerkennen und nahm Durant und Westbrook vom Parkett. Das gleiche tat Miamis Trainer Erik Spoelstra mit seinen drei All-Stars drei Minuten vor dem Ende. Die Party konnte beginnen. Während für Scoring-Champ Durant nur eine innige und sogleich tröstende Umarmung mit seiner Mutter blieb, schnappte sich James die Meistertrophäe und wollte diese auch gar nicht mehr hergeben. Musste er aber. Schließlich gab es für den "King" noch den MVP-Pokal von Legende Bill Russell überreicht.

Wade "sprachlos" - Durant niedergeschlagen

"Es tut weh. Es ist zwar cool, dass wir in die Finals gekommen sind, aber das war nicht alles was wir wollten. Es ist schwer, anders kann ich es nicht beschreiben", so ein sichtlich geknickter Durant, der als erster Gratulant bei James im Moment seiner bittersten Niederlage wahre Größe zeigte. Mit den Worten ringen musste auch Wade: "Ich bin sprachlos." Präzise Worte fand dafür Bosh, mit 24 Zählern zweitbester Schütze der Heat: "Wir sind hierhergekommen um eine Meisterschaft zu gewinnen. Und das haben wir erledigt!"


NBA, Play-offs, Finale (best of seven), 5. Spiel

Donnerstag, 21. Juni

Miami Heat - Oklahoma City Thunder 121:106
Play-off-Endstand: 4:1
dami MIAMI zum zweiten Mal nach 2006 NBA-Champion

Die nackten Zahlen, Vol. 5

Punkte: Kevin Durant (OKC) 32, LeBron James 26, Chris Bosh 24, Mike Miller 23, Dwyane Wade (alle Miami) 20, James Harden, Russell Westbrook (beide OKC) je 19, Derek Fisher (OKC), Shane Battier (Miami) je 11, Mario Chalmers (Miami) 10; Rebounds: James, Durant je 11, Wade 8, Bosh 7; Assists: James 13, Chalmers 7, Westbrook 6; Wurfquote: Durant 13/24, Bosh 9/14, James 9/19, Miller 7/11, Wade 7/12, Harden 5/11, Fisher 4/7, Battier 4/8, Westbrook 4/20; Dreier: Miller 7/8, Fisher, Durant je 3/6, Battier 3/7, Harden 3/8; Freiwürfe: Westbrook 11/13, James 8/9, Harden 6/6, Wade 6/9, Harden 6/6, Bosh 5/5; Steals: Durant, Wade, Harden, Westbrook, Chalmers je 2; Blocks: Wade 3; Turnover: Durant 7, James 6, Chalmers 4

Miami Heat nach 2006 wieder Meister
South Beach macht die Nacht zum Tag
Heat in Feierlaune
Kurz vor der Explosion

Deutlich war's am Ende - so deutlich, dass die Miami Heat die Meisterschaft bereits frühzeitig feiern konnten. Die Stars wurde in den Schlussminuten vom Parkett genommen.
© Getty Images

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Vereinsdaten

Vereinsname:Miami Heat
Anschrift:Miami Heat
601 Biscayne Boulevard
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Anschrift:Oklahoma City Thunder 100 W. Reno Ave. Oklahoma City, OK 73102, USA
Internet:http://www.nba.com/thunder/

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